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Protest gegen Bebauung der Wiesenstraße nimmt nicht ab

Südstadt Protest gegen Bebauung der Wiesenstraße nimmt nicht ab

Trotz Änderungen bei der Planung sind Anwohner der Wiesenstraße weiterhin gegen die Bebauung des Gartengrundstücks in der vorgesehenen Form. „Wir sind absolut nicht dagegen, dass dort Häuser entstehen, wir wollen aber eine sensible Bebauung“, sagt Jens Preinfalk, einer der Sprecher der Bürgerinitiative.

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Viele alte Bäume zieren das Grundstück in der Wiesenstraße. Die Anwohner wollen gerne, dass das so bleibt.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Eine sensible Bebauung sei auf der Basis des rechtsgültigen Bebauungsplans möglich: Preinfalk, einer der Sprecher der Initiative, sieht dort Platz für 22 Wohnungen zu je rund 80 Quadratmeter. Die Wohnungsbaugenossenschaft Herrenhausen (WGH), die das Projekt Maschseeherz plant, will dort aber 34 Wohnungen mit Größen zwischen 55 und 135 Quadratmetern bauen.

„Der Charakter des Quartiers muss erhalten bleiben“, fordert Preinfalk. Und seine Frau Katharina kritisiert deutlich die WGH. „Es stimmt nicht, wenn die WGH sagt, dass sie von ursprünglich fünf auf drei Geschosse für die Häuser heruntergegangen sind.“ Noch immer hätten die geplanten Gebäude zwischen vier und fünf Geschosse. Denn nicht alle Gebäude seien niedriger geworden, sondern nur die Hälfte.

Preinfalk spricht auch in Bezug auf die gefährdeten Bäume auf dem Baugrundstück von „Augenwischerei“ durch die GBH. Die GBH will zusichern, dass von den derzeit 47 Bäumen auf dem Areal 77 Prozent erhalten werden. „Aber die zählen einfach die Bäume außerhalb des Grundstücks mit“, berichtet sie. Nach Berechnungen der Anwohner müssten auf dem Grundstück bei den bisherigen Bauplänen elf Bäume gefällt werden, dadurch blieben nur 60 Prozent der Bäume erhalten. Die Anwohner befürchten allerdings, dass noch weitere Bäume auf dem Grundstück verloren gehen könnten: Mindestens acht Bäume seien durch ihre Nähe zur Baugrube in Gefahr. „Wenn die auch sterben, reduziert sich der Baumbestand auf ein Drittel.“

Die Anwohner befänden sich im Kontakt mit dem Umweltverband BUND. „Die wollen uns bei den Bäumen unterstützen“, berichtet Preinfalk. Der BUND wolle ein Gutachten zu den auf dem Gelände lebenden Fledermäusen anfertigen.

Weitere Sorgen bereitet die Anwohner die Anzahl der vorgesehenen Parkplätze in der Tiefgarage. „Für 34 Wohnungen sind nur 31 Stellplätze vorgesehen, das ist viel zu wenig“, sagt Michael Zeitvogel. Die Stadtbahnhaltestellen seien von der Wiesenstraße so weit entfernt, dass man zum Einkaufen ein Auto benötige, meint er. Er befürchtet, dass sich nach Fertigstellung künftig 30 Autofahrer zusätzlich auf die Suche nach einem Parkplatz machen.

„Wir werden nicht nachlassen“, sagt Anwohnerin Annette Dahlke. Vor Monaten hatten sie in der Nachbarschaft innerhalb von nur zwei Tagen fast 450 Unterschriften gegen die Baupläne gesammelt. Jetzt soll es weitere Aktionen gegen das „Maschseeherz“ in der vorgesehenen Form geben.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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