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Südstadt Radfahrer ärgern sich über Ampel
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Radfahrer ärgern sich über Ampel
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02:15 13.05.2016
Stoppt Radfahrer auf der Fahrradstraße: Die rote Ampel. Quelle: Moers
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Südstadt

Der Ausbau des Radnetzes in der Südstadt geht voran. Nachdem im April bereits die Straße Große Barlinge zwischen der Marienstraße und der Krausenstraße zur Fahrradstraße umgewidmet wurde, folgten jetzt die Bürgermeister-Fink-Straße und die Akazienstraße. Dabei entstand in Höhe der Pauluskirche die erste Fahrradstraßenkreuzung der Stadt. Ausgerechnet dort aber, wo der Radverkehr ungestört fließen soll, stört an der Kreuzung Meterstraße und Bürgermeister-Fink-Straße eine Ampel den zügigen Verkehr. Die Stadtteilgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) fordert nun die Demontage der aus ihrer Sicht überflüssigen Lichtsignalanlage.

„Das ist doch ein Witz“, sagt Jürgen Niehoff, Sprecher der ADFC-Stadtteilgruppe Südstadt, verärgert. Der passionierte Radfahrer kann nicht nachvollziehen, warum er an der ersten hannoverschen Fahrradstraßenkreuzung von einer roten Ampel gestoppt wird. „Ende der Fahrradstraße“ steht auf den Schildern, die jeweils vor den vier Ampeln aufgestellt sind. Auf der anderen Seite weist ein weiteres Schild auf die Fortführung der Fahrradstraße hin. Warum so ein Schilder-Wirrwarr und die Ampel, wo auf den ausgewiesenen Radstraßen doch grundsätzlich Tempo 30 und rechts vor links den Verkehr regeln?

Die Diskussion um die umstrittene Ampelanlage ist nicht neu. Bereits 2001 und 2012 beriet der Bezirksrat über ihren Abbau. Beide Male scheiterten entsprechende Anträge jedoch. Der Grund waren Einwände der Otfried-Preußler-Grundschule. Die Schulleitung sprach sich seinerzeit im Interesse der Schulwegsicherheit entschieden für den Erhalt der Ampel aus. Aus Rücksicht auf die Grundschüler sichert die Anlage auch nach der Umwidmung der Straße weiterhin die Kreuzung.

Die Grundschule wird im Herbst jedoch in das neue Bildungszentrum in der Birkenstraße umziehen. Einer Neubewertung der Kreuzungssituation, wie vom ADFC vorgeschlagen, steht dann aus Sicht von Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne nichts mehr im Weg. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Bezirksrat Südstadt-Bult das Thema erneut auf die Tagesordnung setzt“, sagt Pollähne. Bis zum Herbst müssen sich die Radfahrer also noch gedulden.

Abgesehen von dem unerwarteten Halt, begrüßt der ADFC die schnelle Umsetzung des städtischen Netzkonzepts Radverkehr. „Dass es so schnell vorangeht, ist eine gute Entwicklung“, lobt Niehoff. Insgesamt gibt es in der Südstadt nun fünf Fahrradstraßen, stadtweit sind es bereits 18. Dort haben Fahrradfahrer Vorrang vor dem motorisierten Verkehr.

Von Mario Moers

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