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Rätselhafter Knall schreckt Bewohner der Südstadt auf

Nächtlicher Lärm Rätselhafter Knall schreckt Bewohner der Südstadt auf

Alle paar Wochen ist in der Südstadt ein ohrenbetäubender Knall zu hören. Anwohner berichten davon, regelrecht aus dem Bett zu fallen. Woher der Knall kommt, ist völlig unklar. Auch die Polizei hat keine Erkenntnisse zu den rätselhaften Geräuschen.

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Die Polizei hat keine Erkenntnisse zu den rätselhaften Explosionen in der Südstadt.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Bewohner der Südstadt werden nachts immer wieder von einem ohrenbetäubenden Knall aus dem Bett gerissen. „Da kann man richtig Angst bekommen“, berichtet ein 50-jähriger Hannoveraner. Zu dem Knall komme es nach seiner Beobachtung alle vier bis sechs Wochen. „Ich falle da regelrecht aus dem Bett“, berichtet der Mann, der aus Angst vor dem Verursacher des Knalls seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Nach seinen Angaben knalle es zwischen 2 und 5 Uhr. „Der Schalldruck ist so groß, dass es sich nicht um einen normalen Knallkörper handeln kann“, berichtet er. Sogar die Fensterscheiben vibrierten.

Beim letzten Mal im April dachte der 50-Jährige, der direkt hinter der Waldorfschule am Maschsee wohnt, dass sein Haus in die Luft fliegt. „Das war ungeheuer laut“, berichtet er. Der Mann vermutet, die Zündung besonderer Knallkörper. Eines Nachts habe er zufällig über dem Maschsee einen Feuerschein wie von einer Leuchtkugel gesehen, dann habe es gekracht.

„Ich stand aufrecht im Bett, so laut war das“

Seine Eltern, die während eines Knalls bei ihm zu Besuch waren, meinten, es höre sich danach an, als sei ein Gastank explodiert. Der Mann hat inzwischen zweimal in der Nacht wegen des Knalls die Polizei angerufen, aber als die Streifenbeamten angekommen waren, war alles vorbei.

Der 50-Jährige hört es aber nicht allein knallen. Er kennt mehrere Nachbarn, die regelmäßig aus dem Schlaf gerissen werden. Wie zum Beispiel Dirk Rasch, der beim letzten Knall im April dachte, in der Gilde-Brauerei sei etwas in die Luft geflogen. „Ich stand aufrecht im Bett, so laut war das“, berichtet der 61-Jährige. „Ich habe dann auf die Sirenen der Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge gewartet.“ Aber es sei ganz still gewesen.

Polizei hat keine Erkenntnisse

Rasch vermutet sogenannte Polenböller als Ursache. Das dachten auch Braunschweiger in den vergangenen Jahren. Denn dort waren die Menschen vor allem 2014 immer wieder aus dem Schlaf gerissen worden. Dort war ein ohrenbetäubender Knall eine Zeit lang sogar mehrmals pro Woche zu hören, meist zwischen dem Nachmittag und dem späten Abend. Durch Braunschweig geisterten wilde Erklärungsversuche. Unter anderem war von über der Stadt explodierenden Kometen die Rede. Die Polizei hatte Theorien von Überschallknall und von zusammenstoßenden Güterwaggons ausgeschlossen. Die Braunschweiger Beamten gingen davon aus, dass jemand besonders laute Böller an Orten mit besonders großem Hall gezündet hat, wie zum Beispiel in Gullischächten oder unter Brücken.

In Hannover hat die Polizei keine Erkenntnisse zu den Knallgeräuschen in der Südstadt.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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