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Bekommt die Hildesheimer Straße mehr Blitzer?

Forderung von Rot-Grün Bekommt die Hildesheimer Straße mehr Blitzer?

SPD und Grüne wollen die Verkehrsüberwachung durch Radarfallen entlang der Hildesheimer Straße erheblich verschärfen. Auch Rotlichtverstöße sollen stärker kontrolliert werden. Doch noch hat die Polizei den Plänen nicht zugestimmt.

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Spielplatz hat den Sommer nicht gesehen

An der Hildesheimer Straße auf Höhe des Döhrener Turms steht in Richtung stadtauswärts schon seit vielen Jahren ein Blitzgerät - Rot-Grün fordert mehr davon.

Quelle: Conrad von Meding

Hannover. Unter anderem fordern die beiden Fraktionen im Bezirksrat Südstadt-Bult in einem Antrag den Aufbau stationärer Radarfallen zwischen Krausenstraße und Geibelstraße sowie zwischen Allmerstraße und Geibelstraße.

Die beiden Fraktionen verlangen außerdem, an den Ampeln zu kontrollieren, ob die Autofahrer trotz Rotlicht fahren. Die Mitglieder der beiden Fraktion haben solche Verstöße von Autofahrern vor allem an der Fußgängerquerung Böhmerstraße sowie an den Kreuzungen Geibelstraße und Krausenstraße beobachtet.

Radfahrerin stürzt auf Hildesheimer Straße

Erst am vergangenen Montag hatte es auf der Hildesheimer Straße wieder einen schweren Unfall gegeben. Eine 64-jährige Radfahrerin hatte im Bereich der Stadtbibliothek an einer Radfahrerfurt die Hildesheimer Straße in Richtung Wilhelmstraße überquert. Dabei wurde sie von dem Mercedes eines 87-Jährigen erfasst, der stadtauswärts unterwegs war. Die Radfahrerin stürzte durch den Zusammenprall und kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Sowohl die Radfahrerin als auch der Autofahrer gaben an, sie hätten Grün gehabt.

Nach Ansicht von SPD und Grünen sind zu schnelles Fahren von Autos und das Überfahren von roten Ampeln Hauptursachen für Unfälle. Die Hildesheimer Straße sei durch das „verkehrswidrige Verhalten von Kraftfahrzeugführern verstärkt zu einem Unfallbrennpunkt und Gefahrenpunkt geworden“, heißt es in der Begründung des Antrags.

Blitzer sollen für Sicherheit sorgen

Kontrollen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und die Ampelüberwachung an Gefahrenstellen trügen zu mehr Verkehrssicherheit auf der Hildesheimer Straße bei, meinen SPD und Grüne. Unfälle mit Verletzungen könnten dadurch verhindert, die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer wie Kinder sowie ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen besser geschützt werden.

Vor den Sommerferien hatte der Bezirksrat Südstadt-Bult eine Anhörung zur Verkehrssicherheit auf der Hildesheimer Straße organisiert. Dabei war die Situation von den Politikern überwiegend kritisch gesehen worden. Allerdings hatte der Vertreter der Polizei gesagt, dass es sich bei der Hildesheimer Straße nicht um einen besonderen Unfallschwerpunkt handele.

Vertreter der SPD führten nach der Anhörung dennoch im Rathaus Gespräche über eine stärkere Verkehrsüberwachung. Wie aus der Runde berichtet wird, zeigte sich die Verkehrsbehörde dafür offen. Allerdings muss die Polizei zustimmen - diese Zustimmung steht noch aus.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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