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Schüler erlaufen 12.000 Euro für Schulhof

Südstadt Schüler erlaufen 12.000 Euro für Schulhof

12.083,20 Euro haben die Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule bei einem Sponsorenlauf zusammenbekommen. Das Geld soll in die Umgestaltung ihres Schulhofs fließen. Beim Neujahrsempfang überreichten die Sechstklässler Nico und Naemi Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski jetzt den symbolischen Scheck

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Das Klettergerüst ist der Anfang, bald kommt auch ein neues Basketballfeld.

Quelle: Katrin Kutter

Südstadt. Auf dem Weg in die Turnhalle, wo das Fest Anfang der Woche gefeiert wurde, mussten die Besucher auch über den Pausenhof gehen. Dabei zeigte sich, warum die Schüler sich so dringend eine Neugestaltung wünschen. Ein alter Basketballkorb und eine Tischtennisplatte sind die einzigen Spielgeräte auf dem asphaltierten Platz. Hinter einem Bauzaun blitzt immerhin schon das futuristisch gestaltete Klettergerüst. Es ist noch nicht fertig, aber es ist ein Zeichen, dass sich nach fast sechs Jahren etwas tut. Ist das Gerüst fertig, soll der Asphaltplatz in drei Spielfelder für Fuß- und Basketball umgewandelt werden. Nach den Sommerferien soll alles fertig sein, die Stadt rechnet mit Gesamtkosten von rund 130 000 Euro.

 „Es lag definitiv am Geld, dass so lange nichts passiert ist“

Schulleiter Martin Thunich ist froh, dass die Pläne, die seit 2010 immer wieder neu gezeichnet wurden, jetzt Realität werden. Da die Stadt Schulträger ist, muss sie für den Umbau des Schulhofs aufkommen. Doch viele Schulen warten derzeit auf eine Sanierung oder andere Baumaßnahmen. „Es lag definitiv am Geld, dass so lange nichts passiert ist“, sagt Thunich. Zudem seien die Entscheidungsprozesse von außen nicht immer nachvollziehbar. Mal stand seine Schule auf der Sanierungsliste, dann wieder nicht. „Bauprojekte an der Schule sind im Prinzip wie ein Tanker. Man schlägt das Steuer ein und dann passiert erst mal gar nichts.“

An dieser Stelle kommt dem Geld, das die Schüler bei ihrem Spendenlauf gesammelt haben, eine besondere Bedeutung zu: Es hat auch Symbolkraft. Denn die Schüler müssten der Stadt gar nichts für den Umbau zahlen. „Das Geld ist ein Zeichen, dass die Schüler nicht nur Forderungen stellen, sondern auch bereit sind, sich für ihre Interessen zu engagieren“, sagt Thunich.

Die 700-Meter-Runde um den Maschteich direkt hinter der Rathaustreppe laufen die rund 800 Schüler alle zwei Jahre für eine gemeinnützige Organisation. Sie haben schon für Kinder in Afrika gespendet und für die Obdachlosenzeitung „Asphalt“. Doch dieses Mal waren die Organisatorinnen Martina Werlein und Carola Jensch selbst überrascht, wie viel Geld für das eigene Projekt zusammengekommen ist. Werlein sieht in der Spende allerdings trotzdem einen karitativen Kern: „Jetzt muss die Stadt 12 000 Euro weniger für unseren Schulhof ausgeben, da bleibt das Geld vielleicht für die Flüchtlingshilfe übrig.“

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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