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Südstadt Schuldezernentin zeigt neue Wege auf
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Schuldezernentin zeigt neue Wege auf
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02:15 19.03.2016
Von Michael Zgoll
Der Schulhof der Grundschule Tiefenriede. Quelle: (Foto: Katrin Kutter)
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Hannover

Der Streit um die Änderung der Schuleinzugsbereiche zwischen Döhren und der Südstadt ist - zumindest vorübergehend - geschlichtet, die aufgebrachten Eltern aus Waldheim und Waldhausen haben sich beruhigt. In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel erläuterte Schuldezernentin Rita Maria Rzyski einen Kompromissvorschlag, an der Grundschule Tiefenriede übergangsweise eine weitere Klasse für Abc-Schützen einzurichten. Damit wäre die beliebte Schule an der Stresemannallee fünfzügig. „Dazu müssten dort aber Container aufgestellt werden“, sagte Rzyski.

Erstklässler könnten nach Maßgabe der Schulleitungen damit rechnen, für eine Übergangszeit die gleiche Schule wie ihre Geschwister besuchen zu können, führte die Dezernentin aus. Und: Die Grundschulentwicklungsplanung für Südstadt und Vahrenwald soll auf den Prüfstand kommen, hier könnte es ein dreijähriges Moratorium geben. All diese Vorschläge lagen dem Schulausschuss in seiner gestrigen Sitzung vor.

In den drei Jahren ab dem Schuljahr 2017 / 18, so der neue Plan der Verwaltung, sollen Eltern aus Waldheim und Waldhausen selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder an die Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule oder die Grundschule Tiefenriede schicken wollen. Dann gäbe es einen gemeinsamen Schuleinzugsbereich - in dem die direkt in Döhren oder der Südstadt wohnenden Kinder an den beiden Schulen jeweils vorrangig berücksichtigt würden. „Wir wollen den Schulweg Waldheim-Döhren aber vermeidbar machen“, erläuterte Rzyski - einen Weg, gegen dessen zwei Varianten viele Eltern und große Teile des Bezirksrats Sturm gelaufen waren.

Die Dezernentin sagte aber auch sehr klar, dass die Stadt den Eltern ihren Zuordnungswunsch auf mittlere oder lange Sicht nicht garantieren könne; eine dauerhafte Fünf- oder gar Sechszügigkeit für die Grundschule Tiefenriede könne derzeit niemand versprechen. Die dreijährige Übergangszeit wolle die Verwaltung nutzen, um die Entwicklung der Schülerzahlen und die Anwahlen von Eltern und Kindern genau zu studieren. „In der Südstadt und in Vahrenwald haben wir derzeit die größte Dynamik bei den Einwohnerzahlen“, ergänzte Rzyski. Auch gebe es die Option, das Schuleinzugsgebiet der Südstadtschule an der Böhmerstraße für den Primarbereich zu erweitern, um in der Südstadt für Entlastung zu sorgen.

„Durch Ihre Aussagen wird alles klarer, Sie haben vieles geheilt“, sagte Andreas Hüsig, Schulelternratsvorsitzender der Grundschule Tiefenriede, in Richtung der Dezernentin. Die Bezirksratspolitiker allerdings taten sich schwer, zu einer einheitlichen Linie zu finden. So hatten CDU- und Grünen-Fraktion fest geplant, den Ursprungsantrag der Verwaltung zur Änderung der Schuleinzugsbereiche abzulehnen. Aufgrund einer ergänzenden Info-Drucksache der Stadt und der Beiträge der Schuldezernentin geriet diese Position jedoch ins Wanken.

CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob kritisierte am Kompromissvorschlag, dass Kinder aus der Südstadt bei der Auswahl der Tiefenriede-Schüler den Vorrang vor Waldheimer und Waldhausener Abc-Schützen bekämen. Auf den Wunsch von Eltern nach langfristiger Planungssicherheit über den künftigen Schulstandort ihrer Sprösslinge verwies Eva-Maria Hartmann von den Grünen: drei Jahre Übergangszeit seien zu wenig.

Mit Ausnahme des Linken-Vertreters Manfred Milkereit stimmte der Bezirksrat aber schließlich der ursprünglichen Verwaltungsvorlage „Änderung der Schuleinzugsbereiche der Grundschulen Tiefenriede, Heinrich-Wilhelm-Olbers- und Suthwiesenstraße“ zu - gekoppelt mit dem Änderungsantrag, die Grenzen für Schüler aus Waldheim und Waldhausen zu belassen wie bisher, sie also weiter der Tiefenriede-Schule zuzuordnen.

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