Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
So sieht der neue Sinnesgarten in der Südstadt aus

Margot-Engelke-Zentrum So sieht der neue Sinnesgarten in der Südstadt aus

Das Alten- und Pflegeheim Margot-Engelke-Zentrum hat einen neuen Sinnesgarten eröffnet, der allen Südstädtern offen stehen soll. Trotz miserablen Wetters waren die Reaktionen der ersten Gäste sehr positiv.

Voriger Artikel
Verbraucherschutz und Politik warnen vor nebenan.de
Nächster Artikel
Rätselhafter Knall schreckt Bewohner der Südstadt auf

Bei der Eröffnung des Sinnes- und Demenzgartens im Margot-Engelke-Zentrum konnten die Besucher viel entdecken.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. So hatte sich Karin Wortmann die Eröffnung des neu gestalteten Gartens am Margot-Engelke-Zentrum nicht vorgestellt: „Ich dachte, wir würden bei 20 Grad, Sonnenschein und blauem Himmel mit einem Cocktail zwischen den Beeten entlangflanieren“, sagt die Leiterin des Alten- und Pflegeheims in der Geibelstraße. Stattdessen regnet es in Strömen, als die Bewohner und Gäste auf den hell gepflasterten Wegen zwischen den Rosenstöcken, Holzbänken und Hochbeeten mit Lavendel entlangeilen, um zumindest einen kurzen Blick auf die neu gestaltete Grünfläche zu erhaschen.

Im vergangenen Herbst war mit der Umgestaltung des in den Siebzigerjahren angelegten Gartens begonnen worden. Für 250.000 Euro ist aus dem lieblosen Rasenplatz ein moderner Sinnes- und Demenzgarten geworden, 100.000 Euro davon stammen aus der Stiftung Margot Engelke.

Gegliedert in drei Zonen

Die neue Gartenanlage setzt sich aus drei großen Bereichen mit unterschiedlichen Funktionen zusammen: Direkt an das Gebäude schließt sich eine großzügige Terrasse mit Schirmen, Tischen und Stühlen an. „Hier können die Bewohner in der Sonne sitzen und einen Kaffee trinken“, erklärt Wortmann. Auf der angrenzenden Freifläche stehen gemütliche Holzliegen, darum herum gruppieren sich Beete mit Blumen und Kräutern.

Noch lassen sich die zarten Rosenknospen erst erahnen - in einigen Wochen soll hier alles bunt blühen. Unter anderem 410 Immergrün, 310 Thymian- und 200 Lavendelpflänzchen haben die Gärtner in mühevoller Handarbeit in die Erde gesetzt. In der Dämmerung wird die Anlage von 13 Pollerleuchten angestrahlt.

Alle Sinne ansprechen

„Der Garten soll nicht nur schön aussehen, sondern auch alle fünf Sinne ansprechen“, sagt Landschaftsarchitekt Volkmar Kerck, der den Sinnesgarten zusammen mit seiner Kollegin Mira Isenberg geplant hat. Mobilität und wache Sinne seien Schlüsselthemen bei älteren Menschen, sagt Kerck. Gerade deshalb würden viele Gärten nach einem ähnlichen Schema umgebaut.

In der Geibelstraße ziehen sich entlang der breiten Wege Handläufe aus Materialien wie geriffeltem Seil, glattem Stahl und rauem Holz. Sie sollen den Tastsinn anregen. Der Hörsinn der Heimbewohner wird an einem übergroßen Xylofon angeregt. Am Rande der Terrasse plätschert ein Quellbrunnen und die Beeren an den Johannisbeersträuchern dürfen probiert werden.

An jedem der liebevoll angelegten Beete gibt es Neues zu entdecken. „Was kommt denn hier Schönes raus“, fragt Bewohnerin Ruth Witte und begutachtet den Rosenstock. „Wunderschön“, findet auch ihre Begleiterin Ingrid Schütte den umgestalteten Garten. „Ich werde heute Abend mal schauen, wie er beleuchtet aussieht.“ Der Sinnesgarten steht nicht nur den Bewohnern des Altenheims zur Verfügung. Geht es nach Heimleiterin Wortmann, sollen die Grünflächen zur Begegnungs- und Erholungsstätte im gesamten Quartier werden. „Für die Südstadt ist jedes kleine Fleckchen Natur sehr wertvoll“, findet auch Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne.

Das Café im Erdgeschoss des Margot-Engelke-Zentrums ist täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet. Auf der sonnigen Terrasse könne man prima Kaffee trinken und Kuchen essen, sagt Wortmann.

Von Linda Tonn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südstadt
So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.