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Sparkasse: Diese Filialen sind im Süden betroffen

Neues Konzept Sparkasse: Diese Filialen sind im Süden betroffen

Insgesamt 19 Filialen in Stadt und Region will die Sparkasse bis Ende 2019 schließen. Auch Filialen in den südlichen Stadtteilen sind von den einschneidenden Veränderungen betroffen. Geschlossen wird jedoch keine.

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Bald nur noch an zwei Tagen in der Woche mit Personal besetzt: Die Sparkassenfiliale in Anderten.

Quelle: Moers

Hannover. Das hat das Geldinstitut vor einer Woche im Zusammenhang mit ihrem Konzept zur Einsparung- und Neuausrichtung bekannt gegeben. 14 weitere Filialen sollen Kunden nur noch Selbstbedienung anbieten. Sparkassenkunden in Mittelfeld, Anderten und im Heideviertel müssen sich jedoch auf deutliche Einschränkungen einstellen.

In spätestens drei Jahren wird es in der Sparkassenfiliale in Mittelfeld nur noch die Selbstbedienungsautomaten geben. „Es ist ein Verlust für den ganzen Stadtteil“, sagt eine Mitarbeiterin der Apotheke am Lehrter Platz, die namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte. „Für die vielen alten Leute im Stadtteil ist das schlimm.“ Das befürchtet auch Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner. „Die Umwandlung trifft viele Mittelfelder hart, besonders die Senioren“, sagt sie. Sie hätte sich eine flexiblere Lösung gewünscht, wie sie beispielsweise in Anderten und im Heideviertel praktiziert wird. In der Pumpstraße in Anderten und in der Schwarmstädter Straße im Heideviertel soll die Filiale zwar erhalten bleiben, allerdings nur noch an zwei Tagen in der Woche mit Personal besetzt werden.

Massive Kritik an Reduzierung

Mike Weidemann betrachtet dieses abgespeckte Angebot jedoch kritisch. „Das ist doch der Vorläufer der Null-Lösung“, sagt der CDU-Regionspolitiker und Bezirksratsherr, der einen Kiosk gegenüber der Sparkasse in Anderten betreibt.

Massive Kritik an der geplanten Reduzierung übt Kerstin Seitz, die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bezirksrat Misburg-Anderten. „Das geht gar nicht. Es gibt hier schließlich nur eine Sparkasse in Anderten“, sagt sie verärgert. Seitz erinnert sich an die Schließungen des Bürgeramts und der Stadtteilbibliothek. „Auch die waren plötzlich ganz weg“, sagt sie. Bei allem Verständnis für die angespannte Situation der Sparkasse, dürfe man besonders die älteren Menschen im Ort nicht vergessen.

Renate Schmidt-Temmelmann, Sprecherin der Sparkasse, lässt jedoch keinen Zweifel am Konzept und erteilt damit möglichen Einwänden und Änderungswünschen eine Absage. „Die Entscheidung ist endgültig“, betont sie. Auch nach Ansicht des Vize-Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Klaus Dickneite, sind die Senioren bei der Neuausrichtung der Sparkasse die klaren Verlierer. Denn viele werden dem von dem Geldinstitut forcierten Trend zum Online-Banking nicht folgen können.

Von Mario Moers

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Foto: Wird zum SB-Standort reduziert: die Filiale im Sahlkamp in der Elmstraße 17a. Trotzdem wirbt das Plakat im Fenster mit dem Slogan: „Lächeln ist einfach“.

Vor einer Woche gab die Sparkasse ihr umfangreiches Konzept zur Einsparung und Neuausrichtung bekannt. Auch Filialen in den nördlichen Stadtteilen sind von den einschneidenden Veränderungen betroffen.

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  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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