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Südstadt Stadt will IGS Südstadt ausbauen
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Stadt will IGS Südstadt ausbauen
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19:09 15.12.2015
Für die IGS Südstadt am Altenbekener Damm wünschen sich die Elternvertreter eine Oberstufe – die Stadt sieht dafür keine Notwendigkeit. Quelle: Christian Link
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Südstadt

Der Plan hat aus Sicht der Schule und vor allem der Eltern einen Haken, denn die Ausbaupläne sehen keinen Oberstufenbereich vor. „Aber wir möchten gern eine Oberstufe“, betonte Elternsprecherin Andra Saake. Geht es nach dem Elternrat, dann würde die IGS ihre Schüler bis zum Abitur am eigenen Standort behalten. Nach derzeitigen Plänen müssten sich IGS-Abgänger nach der zehnten Klasse Plätze in anderen Gesamtschulen und Gymnasien suchen. Damit sind Eltern und Schulkollegium nicht einverstanden.

Mit den Schulen auf dem Kronsberg, in Linden, in Mühlenberg und im Roderbruch haben derzeit vier Gesamtschulen in Hannover eine Oberstufe. Hinzu kommen soll im nächsten Schuljahr eine Oberstufe an der IGS Büssingweg, die dafür eine Kooperation mit der IGS Vahrenheide-Sahlkamp und der IGS List eingeht. Alle anderen Gesamtschulen müssen ihre Abgänger, die das Abitur ansteuern, auf andere Schulen schicken. „Als Gesamtschule möchten wir eine Schulgemeinschaft bieten - und das gern bis zum Abitur“, sagte Julia Grunewald, Leiterin der IGS Südstadt. Das sei eine pädagogisch gute und wichtige Lösung für die Schüler. Damit würde auch der eigene Schulstandort gestärkt. Die Eltern sind zudem skeptisch, ob das stadtweite Oberstufenangebot überhaupt genug Plätze bietet, sobald die ersten Südstädter Gesamtschüler die Abiturreife erreichen.

Derzeit unterrichtet die im August gestartete Schule nur bis zum siebten Jahrgang. Sie wächst pro Jahr um gut 120 Schüler an. Im gleichen Zug verliert die alte Haupt- und Realschule an der Kreuzung zur Pfalzstraße Kinder. Die HRS läuft bis 2018 aus; die IGS Südstadt hat deren Nachfolge angetreten. Und die Gesamtschule ist eine verbindliche Ganztagsschule. Um sie fit für die Zukunft zu machen, sollen zwischen 16 und 20 Millionen Euro investiert werden (der Stadt-Anzeiger berichtete). Bis 2018 werden das denkmalgeschützte Altgebäude erneuert, ein Neubau unter anderem für Fachräume errichtet und eine Mensa gebaut. Derzeit werden die Schüler in einem provisorisch aus Containern errichteten Speisesaal verköstigt. Im Neubau soll zudem eine Kita mit vier Gruppen unterkommen. Am Ende könnten rund 700 Schüler in der IGS Südstadt Platz finden. Genug für die Mittelstufe bis Klasse zehn.

Doch was passiert, so fragen sich die Eltern, wenn die heutigen Siebtklässler in eine IGS-Oberstufe wechseln wollen und andere Gesamtschulen nicht über ausreichend Plätze verfügen? Diese Frage stellte die SPD auch in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Südstadt-Bult. „Die Eltern haben doch genau diese Schule angewählt und wollen sie“, sagte SPD-Bezirksratsherr Roland Schmitz-Justen. Die Stadt verwies in ihrer Antwort kurzerhand auf eine Analyse aus diesem Jahr, wonach rein rechnerisch die Plätze stadtweit ausreichten. Der Erweiterungsbau werde deshalb auch keine Oberstufe berücksichtigen, betonte die Verwaltung. Die IGS müsste sich also ebenfalls mit anderen Gesamtschulen oder einem Südstädter Gymnasium zusammenschließen. Die Südstädter Gesamtschule will dennoch im nächsten Jahr beim Land eine Oberstufe beantragen. Dann sind die ältesten Schüler in der achten Klasse; frühestens zu diesem Zeitpunkt kann eine IGS einen solchen Antrag stellen. Wie die Entscheidung ausfällt, bleibt vorerst offen. Doch kommt ein positiver Bescheid vom Land, dann stehen die Ausbauarbeiten unmittelbar bevor oder haben schon begonnen - der Baustart ist für Herbst 2016 geplant. Und zwar ohne Oberstufenbereich. Schulleiterin Grunewald sieht dennoch eine Lösung: Würde sich auch die Stadt dafür entscheiden, Platz für die Abiturjahrgänge zu schaffen, dann könnte es zu einem späteren Zeitpunkt eine zusätzliche Bauphase geben. „Unser Schulgelände gibt diesen Platz her“, sagte sie.

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