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Stadt will keine Tempo-30-Zone am Maschsee

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer Stadt will keine Tempo-30-Zone am Maschsee

Kommt eine Tempo-30-Zone für das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer? Das wird so schnell nicht passieren.

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Wird das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer verkehrsberuhigt.

Quelle: Michael Wallmueller

Südstadt. Weder der Schutz von Anwohnern vor Verkehrslärm noch die Bedeutung des angrenzenden Maschsees als Naherholungsgebiet reichen als Gründe für eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit aus. So lautet die Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Grünen in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Südstadt-Bult.

Das Thema steht nicht erst auf der Agenda, seit die CDU im September dieses Jahres die Ausweisung einer Tempo-30-Zone gefordert hatte. „Tempo 30 am Maschsee ist eine alte Forderung von uns“, sagte Jürgen Niehoff vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Vor allem bei Events möchten wir eine Verkehrsberuhigung.“ Anwohner der Geibelstraße forderten jüngst in einem Schreiben an die Stadt eine Reduzierung der Geschwindigkeit aus Lärmschutzgründen. Viele Anwohner klagten über dichten und lauten Verkehr. Nun gibt es am südlichen Uferbereich einen Straßenabschnitt, wo Autofahrer gebremst werden - weil dort Schüler der Waldorfschule unterwegs sind. Diesen Bereich, befand die CDU im September, könnte man doch ausweiten. Die anderen Fraktionen lehnten ab. Formal sei der Antrag nicht richtig gewesen, begründete Grünen-Fraktionsvorsitzender Oliver Kluck. Es gebe vor der Schule ja keine Tempo-30-Zone, die man verlängern könne, sagte er. Sondern eine Sicherheitszone für Schüler.

Die Grünen griffen die Idee der CDU dennoch auf und wollten von der Stadt wissen, welche Gründe es gegen Tempo 30 für die Straße am östlichen Maschseeufer gibt. Für die Fraktion ist der See ein wichtiges Naherholungsgebiet, das auch durch geringere Fahrgeschwindigkeiten geschützt werden könnte. „Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer dient als Hauptverkehrsstraße ausdrücklich zur Abwicklung überregionaler Verkehrsströme“, notierte die Stadtverwaltung in ihrer Antwort. Anders gesagt: Eingriffe in den Verkehrsfluss, also auch durch Tempo 30, würden die Trasse weniger attraktiv für Autofahrer machen. Viele Anwohner fänden das ganz gut; die Stadt aber fürchtet, dass mehr Durchreisende auf die Hildesheimer Straße ausweichen - und dort Verkehrsdichte und damit Staugefahr zunehmen. „Diesen Zusammenhang werden wir mit der Ratsfraktion diskutieren“, sagte Kluck. So ganz wollen die Grünen der städtischen Argumentation noch nicht folgen. Ob es womöglich einen gemeinsamen Vorstoß von Bezirksrat und Rat gibt, bleibt offen. Wie berichtet, meldete die SPD-Ratsfraktion bereits Bedenken gegen schnelle Beschlüsse an. Der SPD-Verkehrsexperte Ewald Nagel hatte sich bereits dafür ausgesprochen, dass es zunächst ein „schlüssiges Konzept“ für den Verkehr am Maschsee geben müsse, bei dem auch Veranstaltungen wie das Maschseefest einbezogen werden sollen.

Auch aus Lärmschutzgründen sieht die Stadtverwaltung keine Notwendigkeit, in den Verkehr einzugreifen. Es sei eine Ermessensfrage, ließ die Stadt weiter mitteilen. Interessen der Anwohner müssten gegen jene der Verkehrsteilnehmer abgewogen werden. Und direkt am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer gebe es nur wenige Abschnitte mit Wohnbebauung. Das Fazit der Stadt: Tempo 30 wird es nicht geben.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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