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Südstadt Tapasbar Tapeo bereits wieder geschlossen
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Tapasbar Tapeo bereits wieder geschlossen
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00:15 01.05.2016
Seit einigen Tagen wieder geschlossen: Die Tapasbar Tapeo. Quelle: Moers
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Südstadt

Kaum ein Jahr nach der Eröffnung ist die Tapasbar Tapeo schon wieder geschlossen. „Tschüss und vielen Dank“, steht seit der vergangenen Woche auf einer Kreidetafel vor der Tür des Lokals, in dem zuvor die Kultkneipe Spiegel ansässig war. Offenbar haben durchwachsene Besucherzahlen und vor allem der schwierige Standort zu der Schließung geführt. Eine ehemalige Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, äußert sich enttäuscht. Vor der Übernahme der früheren Spiegel-Räume sei viel vom Potenzial der alten Kult-Kneipe die Rede gewesen. Tatsächlich fehle es hier am Altenbekener Damm aber beinahe völlig an der Szene, die eine junge Gastronomie bräuchte.

Vor etwa einem Jahr hatte Valentin Zurr, der von der Sylt-Lounge auf dem Maschseefest bekannt ist und früher unter anderem schon die Tapasbar Puro am Bischofsholer Damm betrieben hat, die Spiegel-Räume übernommen. Kleine Happen wie Datteln im Speckmantel, gegrilltes Gemüse und Gambas sollten das verlorene Publikum wieder an den Altenbekener Damm locken.

Schon nach wenigen Monaten zog sich Zurr allerdings wieder aus dem Geschäft zurück. „Für mich ist das nicht mehr interessant“, kommentiert er die Entscheidung. Noch vor Beginn des Sommergeschäfts ist jetzt Schluss mit Tapas. Aber es gibt neue Hoffnung für das Lokal. Immobilien-Unternehmer Marek Triene hat das Lokal übernommen und will es nun zukunftsfähig machen. „Für mich war das ein reiner Emotionskauf“, sagt der Wahl-Südstädter.

Aussterben der Südstädter Traditionskneipen

Das jüngste Aussterben der Südstädter Traditionskneipen sei für ihn selbst ein großer Verlust, sagt er. Der Kauf des einstigen Spiegel sei daher auch eine reine Privatsache und habe nichts mit seiner Arbeit in der Immobilienbranche zu tun. „Ich habe jetzt die Aufgabe, das Ladenlokal zu sanieren und wohl auch vergrößerte Flächen anzubieten“, kündigt Triene an. Denn: Die direkt neben dem Tapeo gelegene Bäckerei Gaues, die ebenfalls Zurr gehörte, ist ausgezogen und hat im Ladenlokal zwei Schaufenster weiter wieder eröffnet. Triene will die früheren Bäckereiräume nun mit den einstigen Tapeo-Räumen verbinden.

In dem vergrößten Lokal könnte sich Triene wieder eine Tapasbar, eine Eisdiele oder eine Kombination aus beidem vorstellen. Denn eine Eisdiele gibt es am Altenbekener Damm nicht mehr, seit der Eismann nebenan einem Architektenbüro gewichen ist. „Da sind 2000 Schüler und keiner hat mehr Eis“, sagt Triene. Jetzt muss er noch einen geeigneten Pächter finden. Ein konkretes Konzept gebe es noch nicht, sagt er. Aber er sei bereits mit drei Interessenten im Gespräch.

Wenige Meter weiter verschiebt sich derweil die Eröffnung des Lokals Extrablatt auf unbestimmte Zeit. „Die Sanierung erweist sich aufwendiger als erwartet“, sagt Geschäftsführer Umut Kus. Was die Handwerker beim Umbau des früheren Pindopp aufhält, will er nicht sagen. Es lässt sich jedoch erkennen, dass im Außen- und Innenbereich einiges gemacht wird. In den Fenstern hängen Zettel mit der Aufschrift „Alte Fotos von diesem Gebäude gesucht“. Wer Bilder aus den Fünfziger- bis Achtzigerjahren habe, möge sich an die Mobilnummer (01 51) 11 69 06 90 wenden.

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