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Südstadt Tiefenriede: Kein Ende für Baulärm in Sicht
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Tiefenriede: Kein Ende für Baulärm in Sicht
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00:15 19.04.2017
Seit Monaten lässt das Wohnungsbauunternehmen Gartenheim seine Mehrfamilienhäuser an der Tiefenriede sanieren - zum Ärger der Anwohner, die über Baulärm, die Motorgeräusche der an- und abfahrenden Fahrzeuge und über Verkehrsbehinderungen klagen. Quelle: Marius Klingemann
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Hannover

Seit Ende März 2016 lässt das Wohnungsunternehmen Gartenheim die Mehrparteienhäuser Nummer 2 bis 14 gründlich sanieren. Neue Fenster und Balkone wurden angebracht, dazu die Wärmedämmung verstärkt. So weit, so gut - wären da nicht die unüberhörbaren Nebengeräusche des Bauprojektes. „Von einem Tag auf den anderen“ sei die Baustelle eingerichtet worden, ohne die Anwohner der umliegenden Gebäude im Vorfeld darüber zu informieren, erzählt Jutta S., die ihren vollständigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Seitdem hieve der im Innenhof des Wohnblocks errichtete Kran immer wieder in „zum Teil waghalsigen Manövern“ Bauelemente über die Häuser. Vor einigen Wochen hätten herabfallende Teile ein Stück des Dachs beschädigt und seien dann auf der Straße gelandet - glücklicherweise ohne weitere Folgen, sagt die Anwohnerin.

Lastwagen verengen die Fahrbahn

Ein anderer Punkt stört die 59-Jährige, die seit 25 Jahren mit ihrem Mann an der Tiefenriede wohnt und aus ihrem Wohnzimmer eine gute Sicht auf das Geschehen hat, noch mehr: Die anhaltende Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderung durch die Fahrzeuge der Bau- und Handwerksfirmen. „Die Lastwagen schlagen hier regelmäßig früh morgens auf und lassen nicht selten ewig den Motor laufen“, sagt Jutta S. Häufig würden mehrere Parkplätze blockiert, die Straßenführung sei außerdem teils empfindlich verengt, was wiederum Verkehrsbehinderungen verursache.

Wegen der ständigen Lärmbelästigungen und Behinderungen hatte die Anwohnerin sich kürzlich beim Unternehmen Gartenheim beschwert. Dort habe sie aber nur die Rückmeldung erhalten, dass man sich der gegebenen Umstände zwar bewusst, aber machtlos dagegen sei. Auf Anfrage dieser Zeitung ließ das Unternehmen nur ausrichten, man sehe in der Sache „aktuell keinen Klärungsbedarf“.

Nach den Zeitplänen, die in den zu renovierenden Häusern ausgehängt sind, sollten die Arbeiten ursprünglich im November 2016 beendet sein. Nun sieht es allerdings so aus, als sollte sich die unliebsame Situation für die Anwohner noch weitaus länger hinziehen als nur ein paar zusätzliche Monate: Auch im Bereich von Engelhard- und Wilhelm-Bünte-Straße sollen demnächst Häuser umfassend saniert werden.

Von Marius Klingemann

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