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Unterstützer warten vergeblich auf Flüchtlinge

Im Süden Hannovers Unterstützer warten vergeblich auf Flüchtlinge

Kaum eine andere Flüchtlingsunterkunft in Hannover war im Vorfeld so umstritten wie die geplante Modulanlage am Bemeroder Anger. Mehrere Anwohner hatten sich wegen der Standortwahl mit der Stadt angelegt und sogar mit einer Klage gedroht. Nun sieht es so aus, als würde sich der Streit in Wohlgefallen auflösen.

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Kaum eine andere Flüchtlingsunterkunft in Hannover war im Vorfeld so umstritten wie die geplante Modulanlage am Bemeroder Anger. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Hannover. Weil immer weniger Flüchtlinge nach Hannover kommen, will die Stadt die Pläne für die Asylbewerberunterkunft bis auf Weiteres aufgeben. „Aufgrund des gesunkenen Bedarfs an Unterbringungsplätzen bietet sich die Gelegenheit, einige geplante Unterkünfte nicht zu realisieren“, heißt es in einer Beschlussdrucksache der Verwaltung, über die demnächst die Ratsversammlung abstimmt.

Dabei stand die Modulanlage am Bemeroder Anger schon kurz vor dem Baustart. Die Stadt hatte den Anwohnern bereits einen fertigen Bauantrag vorgelegt, der nur noch hätte umgesetzt werden müssen. Dass diese kostenaufwendigen Planungen jetzt umsonst waren, hält die Verwaltung für verzeihlich. „Die bisherigen finanziellen Aufwendungen für die Planung und Vorbereitung halten sich im Verhältnis zu den jetzt nicht mehr erfolgenden Investitionen aber in Grenzen“, schreibt der Fachbereich Planen und Stadtentwicklung.

Helfer warten vergeblich

Schon seit mehr als einem Jahr wartet ein Unterstützerkreis in Döhren darauf, dass er den Flüchtlingen in der geplanten Unterkunft an der Thurnithistraße helfen kann. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel fragte mehrmals nach, wann die Bauarbeiten für die bereits im November 2013 angekündigte Flüchtlingsunterkunft endlich starten. Die Stadt vertröstete das Gremium jedoch immer wieder und verwies noch im März 2016 auf eine geplante Ausschreibung. Am Montag verkündete die Verwaltung nun überraschend, dass die Unterkunft in der Thurnithistraße überhaupt nicht realisiert wird.

Stadt will Vertrag ändern

Der Deutsche Pavillon auf der Expo-Plaza soll so schnell wie möglich geschlossen werden. Den noch bis Februar 2018 gültigen Betreibervertrag mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) will die Stadt auf andere Unterkünfte umschreiben.

Von Christian Link

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Die Stadt will bis zum Jahr 2020 dauerhaft 5000 Plätze in Unterkünften für Flüchtlinge vorhalten – obwohl zurzeit immer weniger Flüchtlinge nach Hannover kommen. Die Verwaltung plant sogar mit einer „stillen Reserve“ von weiteren 2700 bis 3000 Plätzen.

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  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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