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Verkehrsbelastung bei Maschseefest nicht mehr hinnehmbar

Südstadt Verkehrsbelastung bei Maschseefest nicht mehr hinnehmbar

Der starke Parkplatzsuchverkehr in der Südstadt während des Maschseefestes wird Thema einer Anhörung des Bezirksrats Südstadt-Bult. Das hat Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne angekündigt. Zu der Anhörung sollen Anwohner, Polizei, Stadt, Feuerwehr und Festorganisatoren eingeladen werden.

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Das hohe Verkehrsaufkommen beim dreiwöchigen Maschseefest bekommen die Anlieger zu spüren.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. „Die Belastungen für die Anwohner während des Festes sind nicht mehr zu ertragen“, berichtete Bezirksbürgermeister Pollähne. Besonders belastend sei der Parkplatzsuchverkehr, der an einigen Tagen schon in den Mittagsstunden beginne und bis in den späten Abend laufe, meinte er. Die Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz führen in regelrechten Kolonnen durch die engen Straßen. Dazu kämen aufheulende Motoren, laute Autoradios und schlagende Autotüren. „Und in der Nacht kommt das Gegröle derjenigen dazu, die nach Hause gehen und zu viel getrunken haben.“

Es müsse etwas geschehen, betont der Bezirksbürgermeister. „Wir müssen auf jeden Fall zu einer Lösung kommen, die die drei Wochen für die Bürger der Südstadt ertragbarer macht.“ Es könne nicht sein, dass der Parkplatzsuchverkehr zu einer solchen Belastung führt, meint er.

Außerdem müsse auch an die Fahrzeuge von Rettungsdiensten und der Feuerwehr gedacht werden. „Das ist jetzt schon alles hier ziemlich eng.“ Sonst müssten die Helfer irgendwann mit Bulldozern anrücken, um durchzukommen.

Nur noch Anwohnerverkehr

In diesem Jahr seien die Absperrungen für Autofahrer beim Maschseefest nicht optimal gelaufen. „Ich verstehe nicht, warum die Geibelstraße nicht so abgesperrt war, dass auch die Wiesenstraße nicht mehr passierbar war“, sagt Pollähne. Dadurch seien zahlreiche Autos in die enge Straße abgebogen. Ähnlich schlecht sei es mit der Absperrung der Straße Auf dem Emmerberge gelaufen, meint der Bezirksbürgermeister.

Er kann sich während des Maschseefestes eine Einbahnstraßenregelung vorstellen. Noch besser wäre aber, Straßen nur noch für den Anwohnerverkehr freizugeben. Pollähne verweist auf die guten Erfahrungen bei den Feiern zum Tag der deutschen Einheit vor drei Jahren in Hannover am Maschsee. Zu dem Bürgerfest seien zahlreiche Straßen gesperrt gewesen. Die Anwohner hätten Parkausweise bekommen und konnten damit die Absperrungen passieren. „Das wäre auch eine gute Lösung für das Maschseefest“, betont er.

Zuvor hatte sich bereits die Polizei für eine Verkehrsregelung zum Schutz der Südstadt-Bewohner ausgesprochen.

Wann die geplante Anhörung stattfinden soll, ist derzeit noch unklar.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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