Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Verein streitet mit der Stadt um neue Plätze

VfL Eintracht Hannover Verein streitet mit der Stadt um neue Plätze

Der Sportverein VfL Eintracht Hannover und die Stadt befinden sich im fortgesetzten Clinch um Sportplätze. Das Angebot der Nutzung von zwei Kleinsportplätzen an der Elsa-Brändström-Schule lehnt der Verein vorerst ab. Während die Stadt von einer Übernahme im November ausgeht, plant der Verein erst mit dem kommenden Frühjahr.

Voriger Artikel
Ritzenkraut erklimmt den Fackelträger
Nächster Artikel
Lidl eröffnet am Donnerstag wieder

Der neugebaute Sportplatz der Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt weist erhebliche Mängel auf.

Quelle: Jan-Philipp Eberstein

Südstadt. Bereits vor eineinhalb Jahren waren die beiden Sportplätze fertig geworden und sollten alsdann auch von den Eintracht-Fußballern sowie den Faustballern genutzt werden können. Denn vor allem die Fußballer des drittgrößten Sportvereins in Hannover leiden unter erheblichem Platzmangel, VfL-Präsident Rolf Jägersberg beschreibt die Situation sogar als „dramatisch“. Denn die 750  Fußballer müssen sich drei Sportplätze teilen. Das bedeutet beispielsweise, dass sie für das Training die drei Plätze in Viertel teilen. Das heißt, jeder Mannschaft steht zum Training meist nur eine Ecke des Spielfelds zur Verfügung.

Der frühen Nutzungsmöglichkeit der Kleinsportplätze durch die Eintracht widersetzte sich allerdings ein Anwohner. Der Reihenhausbesitzer aus der Saarstraße war, unterstützt von mehreren Nachbarn, vor das Verwaltungsgericht Hannover gezogen. Er hatte dagegen geklagt, dass die Stadt die schulischen Sportanlagen für den Vereinsbetrieb freigeben wollte. Die Verwaltungsrichter entschieden, dass der Verein dort zwar trainieren darf, aber keine Punktspiele austragen kann. Damit waren dann die Pläne von Eintracht gescheitert, dort Flutlichtmasten aufzustellen und auch Punktspiele auszutragen.

Durch „unzureichende Pflege“ seien die beiden Sportplätze für die Fußballer von Eintracht derzeit nicht zu nutzen, sagt jetzt VfL-Präsident Jägersberg. Vereinsvertreter würden sich das Gelände von Zeit zu Zeit anzuschauen. „Wir können die Plätze sehr gut gebrauchen“, betont der VfL-Präsident. Aber in ihrem derzeitigen Zustand seien sie einfach nicht nutzbar.

Jägersberg hat wenig Hoffnung, dass sein Verein bei einem für den November anberaumten Termin die Platznutzung übernimmt, zumal im Winter der Bedarf bei den Fußballern auch geringer sei.
Die Stadt dagegen ist optimistischer, wie aus einer Stellungnahme von Rathaussprecherin Ulrike Serbent hervorgeht. Derzeit würden Mängel an den Sportplätzen vom Fachbereich Umwelt- und Stadtgrün beseitigt. „Voraussichtlich im November soll die Anlage an den Verein zur Pflege und Nutzung übergeben werden“, schreibt sie.

Das sieht Jägersberg aber ganz anders. Der VfL-Präsident geht von einer Übernahme erst im Frühjahr aus.

Unterdessen fordert der CDU-Politiker Dieter Küßner ein Umdenken. Das Rathaus müsse ein Programm zum Bau von Kunstrasenplätzen auflegen. Denn diese könnten auch im Herbst und Winter gut genutzt werden und der Pflegeaufwand halte sich stark in Grenzen, erläuterte Küßner.

mak

Ein Kommentar von Matthias Klein:

Die Situation bei Eintracht ist in der Verwaltung seit Langem bekannt: Der Verein hat zu wenig Rasenflächen für seine vielen Fußballer. Die beiden Plätze an der Elsa-Brändström-Schule waren als Ausweichfläche gedacht, aber die Anwohnerklage und die nachfolgenden Rasenpflegeprobleme haben beiden Seiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Klar, dass der Verein die Plätze nicht gerade dann übernehmen will, wenn Wildkräuter besser wachsen als der Rasen, wenn der Platz auch mal unter Wasser stehen kann und wenn sich mancher Fußballer sowieso lieber in die Halle verzieht. Die Stadt wird sich wohl noch ein paar Monate selbst um die Flächen kümmern müssen, bevor sie dann im Frühjahr vom Verein übernommen werden – nicht nur um darauf zu spielen, sondern um die Flächen – die ja dann auch weiterhin von der Schule und von Kindern aus der Nachbarschaft genutzt werden – dann auch zu pflegen. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südstadt
So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.