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Stadt investiert in die Schulen im Süden

Von Anderten bis Südstadt Stadt investiert in die Schulen im Süden

Von Anderten bis Südstadt: Die Stadt investiert in Schulstandorte in Hannovers Süden – vor allem in das "Kiss"-Projekt"

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Kurz vor der Vollendung: In den Herbstferien kann die ehemalige Grundschule Meterstraße in das neue „Kiss“-Bildungszentrum an der Birkenstraße in der Südstadt einziehen.

Quelle: Schwarzenberger

Hannover. Während Straßenbaustellen - aller Notwendigkeit zum Trotz - meist das Stigma des Unerwünschten tragen, so kann die Stadt kaum genug Geld in ihre Schule pumpen. Wenn es nach Eltern, Lehrern und Lokalpolitikern ginge. Rund 47 Millionen Euro investiert der städtische Fachbereich Gebäudemanagement derzeit in die Sanierung und den Ausbau von Schulen und einigen Kindergärten; hinzu kommen hohe Millionenbeiträge für öffentlich-private Partnerschaften. Davon profitiert auch der Süden Hannovers. Eines der zentralen Bauvorhaben, das auch stadtweit große Kreise zieht, ist das Projekt „Kiss Birkenstraße - Kita, Schule, Sport“ in der Südstadt. Ein Überblick über die einzelnen Vorhaben, die vor allem auch in den Sommerferien laufen.

Die Stadt Hannover steckt in den Sommerferien Hunderte Millionen in die Sanierung ihrer Schule.

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"Kiss" Birkenstraße

Die Vollendung des 19 Millionen Euro teuren Komplexes kommt in zwei Schritten. Das neue Grundschulgebäude wird erst in den Herbstferien fertig. Dann zieht die einstige Grundschule Meterstraße - inzwischen nach Otfried Preußler benannt - in den Neubau. Sie bekommt mehr Räume, eine moderne Sporthalle und neue Freizeitbereiche. Die Kosten für den Neubau trägt die Stadt erst nach und nach; das Vorhaben wird als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) von dem Bauunternehmen Hochtief vorfinanziert. 90 Prozent der Summe zahlt die Stadt auf einen Schlag zurück, der Restbetrag wird über ein Darlehen in den nächsten fünf Jahren abbezahlt. Irgendwann wird die Stadt auch in das alte Schulgebäude an der Meterstraße investieren müssen. Dessen Bausubstanz gilt als marode. Es war der Grundschule auch längst zu klein geworden. Als Schulstandort will die Stadt die Anlage Meterstraße behalten. „Langfristig wird das Schulgelände als Außenstelle für das Gymnasium Wilhelm-Raabe-Schule verwendet“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Das Südstädter Gymnasium wurde vor einigen Jahren ausgebaut und konnte seine alte Außenstelle - just in einem längst abgerissenen Komplex an der Birkenstraße - auflösen. Mit der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) braucht die Schule wieder mehr Platz. Die Raabe-Schule bekommt 2017 eine Brandschutzsanierung. Während der Bauarbeiten sollen einige Klassen schon einmal an die Meterstraße ausweichen. Der Komplex an der Birkenstraße wird zudem durch einen Kindergarten-Neubau für sechs Gruppen ergänzt. Die Kita wird bereits in der ersten Augustwoche einziehen. Die Einrichtung gibt es schon - als Containerlösung an der Lüerstraße im Zooviertel. Mit dem späteren Abbau der Containermodule wird Platz gemacht für den ebenfalls geplanten Neubau der Sophienschule.

Grundschule Tiefenriede

Die Südstädter Schule wird zur Ganztagsschule ausgebaut. Das kostet 4,2 Millionen Euro. Seit April dieses Jahres dauern die Bauarbeiten bereits an; das Vorhaben läuft noch bis Herbst 2017. In den Sommerferien werden unter anderem neue Leitungen für die Mensa verlegt. Auch die einstige Hausmeisterwohnung wird umgestaltet und dem künftigen Ganztagsangebot zugeschlagen.

Südstadtschule

Die Maßnahmen dort fallen deutlich bescheidener aus als an der Birkenstraße. Für rund 36 000 Euro wird die Küche modernisiert. Gut zwei Wochen nach Ferienende soll das abgeschlossen sein. Weitere 8000 Euro steckt die Stadt in die Aufwertung der Akustik in mehreren Klassenräumen. Damit wird die Schule hörgeschädigten Kindern besser gerecht.

Grundschule Kestnerstraße

Auch dort ist Inklusion ein Thema; in einem Klassenzimmer wird die Akustik verbessert. 45 000 Euro flossen jüngst zudem in die Sanierung der Treppengiebel.

Grundschule An der Feldbuschwende

Die Kronsberger Einrichtung wird seit Februar dieses Jahres für den Ganztagsbetrieb fit gemacht. Bis März 2017 fließen knapp 2,4 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau, der unter anderem einer Mensa sowie einem Freizeitbereich genügend Platz bietet. Mit dem Start in die Sommerferien gingen die alte Küche sowie die Bücherei außer Betrieb. Dort wird ein moderner Küchenbereich eingebaut.

Grundschule Am Sandberge

Die Bemeroder Schule wird in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. 290 000 Euro kosten die bereits seit vorigem Jahr andauernden Bauarbeiten. Neue Flucht- und Rettungswege, Rauchschutzelemente, Notausgänge und Brandschutztüren werden nach und nach eingebaut. Das Vorhaben soll im Oktober abgeschlossen sein.

Grundschule Beuthener Straße

Rund 26 000 Euro steckt die Stadt in die Mittelfelder Einrichtung. Während der Sommerferien werden vor allem kleinere Arbeiten zur Verbesserung der Fluchtwege und die Herrichtung eines Klassenzimmers vorgenommen. Der Klassenraum bekommt ebenfalls eine bessere Akustik.

Schulzentrum Anderten

Um den Brandschutz zu verbessern sowie neue Fluchtwege einzurichten, wird in Anderten investiert. Seit Juni wird zudem die Decke im Erdgeschoss erneuert. Noch in diesem Monat will die Stadt die 500 000 Euro teure Sanierung abschließen.

Von Marcel Schwarzenberger

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Bildung
Am Waterlooplatz sollen Container für eine neue Kita aufgestellt werden.

Die Stadt investiert in den nördlichen Stadtteilen in Kindergarten- und Schulstandorte. Rund 47 Millionen Euro gibt sie dafür aus. Hinzu kommen hohe Millionenbeiträge für öffentlich-private Partnerschaften. Welche Maßnahmen geplant sind, lesen Sie hier.

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So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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