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Südstadt Wie barrierefrei sind Südstadt und Bult?
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Wie barrierefrei sind Südstadt und Bult?
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07:33 17.03.2017
Von Bärbel Hilbig
Zugeparkte Bürgersteige: Fußgänger mit Gehhilfen oder Kinderwagen haben oft Probleme, an den Fahrzeugen vorbeizukommen. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Wie gut können sich Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder anderem Handicap im Stadtbezirk Südstadt-Bult bewegen? Bei einer Anhörung mit Experten im Bezirksrat Südstadt-Bult kamen vielfältige Probleme zur Sprache.

  • Bänke fehlen: Gehbehinderte sind besonders davon beeinträchtigt, dass die Wege zum Einkaufsmarkt durch Geschäftsschließungen länger werden, berichtete Rainer Ropohl vom Seniorenbeirat der Stadt. „Sie müssen Gelegenheit haben, sich auch mal hinzusetzen und auszuruhen. Die Zahl der Bänke im Stadtbezirk ist aber zu gering.“
  • Gefährliche Stufen: Barrierefrei sind viele Gebäude in der Südstadt bisher nicht. „Jede Stufe an Geschäften, Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen ist für Menschen mit Rollator ein gefährliches Hindernis“, sagte Ropohl. Bei der Baugenehmigung für Umnutzungen müsse die Stadt dies dringend beachten. Die städtische Behindertenbeauftragte Andrea Hamann versicherte, bei Umbauten von Kneipen oder Arztpraxen mit Bauantrag sei Barrierefreiheit vorgegeben.
  • Bordstein absenken: Die Gruppe der Rollatorfahrer sei groß, betonte Andrea Hamann. „Selbst kleine Schwellen sind für sie ein großes Problem, da sie sich auf ihren Rollator stützen.“ Nach DIN ist deshalb inzwischen eine komplette Bordsteinabsenkung vorgeschrieben. „Und das ist durchaus richtig“, sagte die Behindertenbeauftragte. Hans-Joachim Hoffmann vom Blinden- und Sehbehindertenverband kritisierte dagegen die vollständige Nivellierung von Übergängen. „Blinde und Sehbehinderte nehmen an diesen Stellen nicht wahr, ob sie bereits auf der Fahrbahn stehen.“ Zur Orientierung seien deshalb an besagten Übergängen Markierungen notwendig, die sicher bis auf die andere Straßenseite führen.
  • Parkende Autos als Hindernis: Aus der Zuhörerschaft meldete sich Monika Ganseforth vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu Wort und berichtete von einem Stadtteilspaziergang des Projekts Mobil 60plus in der Südstadt. „Vieles ist gut. Aber manche Bürgersteige sind durch parkende Autos, Fahrradständer und Mülltonnen zu eng für Rollatoren.“ Als Beispiel nannte Ganseforth Birkenstraße, Albert-Niemann-Straße und An der Questenhorst. „Die Autos in der Südstadt sind sehr groß und stehen bis auf den Radweg. Die Radfahrer weichen dann auf den Fußweg aus.“
  • Wo gibt es Toiletten? Ältere Menschen seien auf öffentliche Toiletten angewiesen, betonte Rainer Ropohl - und appellierte an den Bezirksrat, die Anzahl zu erhöhen. In der Südstadt gebe es kaum öffentliche WCs, bestätigte die Behindertenbeauftragte. Die CDU-Fraktion regte an, sogenannte Toiletten für alle aufzustellen, die sich auch für Schwerbehinderte eigneten, die eine Art Wickeltisch benötigten. „Die Standorte könnten auf der Website der Stadt vermerkt werden.“ Bei Veranstaltungen in Herrenhausen seien solche Mietanlagen bereits im Einsatz, auf dem Maschseefest bisher nicht, berichtete Andrea Hamann. „Vandalismus in öffentlichen Toilettenanlagen ist aber ein Problem.“
  • Hildesheimer Straße: Rainer Ropohl kritisierte die Situation an der Hildesheimer Straße. Die viel befahrene Ausfallstraße sei eine Rennstrecke. „Das Überqueren ist gefährlich, weil sich dort kein Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält.“ Ropohl bemängelte, dass die Ampelübergänge zu weit auseinander lägen.

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