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Wieder Ärger um die Jordanstraße

Neue Ampelkreuzung Wieder Ärger um die Jordanstraße

Jahrelang war diskutiert worden, dann waren die Bauarbeiter monatelang beschäftigt - vor Kurzem ist die neu gestaltete Ampelkreuzung von Jordanstraße und der Straße An der Weide in Betrieb gegangen. Jetzt beschweren sich Anwohner, dass an der Kreuzung noch immer gebaut wird.

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An der Kreuzung Jordanstraße/An der Weide ist kürzlich die neue Ampelanlage in Betrieb gegangen.

Quelle: Christian Link

Hannover. Auch nach dem vergangenen Wochenende versperrten noch ein Bagger und Barken eine Hälfte der Jordanstraße vor dem Sofa-Loft. Auch mitten auf der Straße An der Weide war vor der Ampel zur Jordanstraße noch ein Bereich abgesperrt. Zudem stand dort noch ein Toilettenhäuschen.

Zwar sind die Nutzer des Einkaufszentrums und die Anwohner froh, dass die Ampel installiert ist. „Ich verstehe aber nicht, dass die hier nicht fertig werden“, sagt ein Anwohner der Jordanstraße.

Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen

Stadtsprecher Alexis Demos verweist darauf, dass die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen seien. Derzeit werde im Bereich des Geh- und Radweges vom beauftragten Bauunternehmen noch das Pflaster ausgebessert, berichtet er. „Im Rahmen der Abnahme wurden kleinere Mängel entdeckt, die nun behoben werden.“

Die Baufirmen hatten im Februar mit den Arbeiten für die Umgestaltung der Kreuzung mit Ampelanlage begonnen. Die neue Kreuzung mit ihren fast 40 Lichtzeichen, drei Fußgängerfurten und zwei gesonderten Überwegen für Fahrräder war Mitte Mai in Betrieb gegangen. In der ersten Woche hatte es zunächst noch Probleme bei der Vorrangschaltung gegeben. Diese konnten aber relativ schnell behoben werden.

Bau gingen lange Diskussionen voraus

Dem Bau der Ampel waren lange Diskussionen zwischen dem Bezirksrat Südstadt-Bult und der Straßenbauverwaltung vorausgegangen. Die Stadtverwaltung hatte zunächst einen Kreisel geplant. Dann wollte das Rathaus allerdings lieber eine einfache Ampel installieren, ähnlich der Baustellenampel, wie sie monatelang dort gestanden hat. Diese Ampel hätte Auto- und Radfahrern aus den Querstraßen erlaubt zu fahren, sobald die Fußgänger auf der Jordanstraße grün bekommen hätten.

Dagegen hatte es im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult erheblichen Widerstand gegeben. Die Politiker hatten von einer „vermurksten“ Planung der Stadt gesprochen. Die Mitglieder des Bezirksrats hoffen, dass durch die Vollsignalisierung die Verkehrsregelung besser zu erkennen ist und die Lärmbelästigung der Anwohner durch hupende Autofahrer abnimmt. Die Stadtverwaltung hatte dagegen darauf hingewiesen, dass vor allem die Fußgänger und Radfahrer, die die Jordanstraße überqueren wollen, künftig längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.

Die Kosten für die Ampelanlage und die dazugehörige Verkehrsregelung beziffert die Stadt mit 400 000 Euro. Der Investor des Fachmarktzentrums ist verpflichtet, einen Kostenanteil von 190 000 Euro zu übernehmen. Die zuletzt geplante Fußgängerampel hätte rund 200 000 Euro gekostet.

Von Mathias Klein

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  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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