Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Zwei neue Gesichter im Seniorenservice

Südstadt Zwei neue Gesichter im Seniorenservice

Michael Reysin und Anna von der Ehe sind seit Jahresanfang im Stadtbezirks Südstadt-Bult die Ansprechpartner für den Kommunalen Seniorenservice. Beide schätzen die Arbeit mit älteren Menschen sehr.

Südstadt. An die Wände des kleinen, aber gemütlichen Büros, das sich Michael Reysin und seine Kollegin Anna von der Ehe teilen, haben die beiden Blumenaquarelle gepinnt. „Das sind Geschenke von Senioren“, sagt die 31-Jährige und ergänzt: „Wir schulden den Bildern noch Rahmen.“ Seit Anfang des Jahres sind Reysin und von der Ehe im Stadtbezirk Südstadt-Bult die neuen Ansprechpartner des Kommunalen Seniorenservice.

Einige Hundert Anwohner im Rentenalter beraten und betreuen die beiden. Wer aus Kircherode, Bemerode oder Wülferode in den Stadtbezirk gezogen ist, kennt Reysin möglicherweise noch aus seiner Zeit beim dortigen Seniorenbüro. Seit zehn Jahren ist der Sozialarbeiter bei der Stadt tätig, vor seiner Arbeit mit älteren Menschen hat er sich mit Jugendlichen beschäftigt. Bis kurz vor seinem Wechsel in die Südstadt war neben der Seniorenarbeit auch das Engagement für russischsprachige Migranten ein wichtiges Standbein. Schließlich hat Reysin selbst russische Wurzeln. „Es hat mich fasziniert, wie viel Potenzial darin steckt. Wie dankbar die Menschen sind für jede Kleinigkeit“, sagt der 48-Jährige über seine Arbeit. Man lerne viel aus den Gesprächen und den Biografien der Menschen.

„Mein Herz schlägt für die Seniorenarbeit. Ich freue mich sehr, dass ich die Stelle bekommen habe“, sagt Kollegin von der Ehe. Nach doppeltem Bachelorabschluss in Sozialarbeit und Religionspädagogik in Hannover hatte sie zunächst in einem Kinderheim in Celle gearbeitet, bevor sie sich ihrem Lieblingsbereich widmen konnte. Es sei einfach schön, mit Menschen zu arbeiten, die so viel an Potenzial und Erfahrung mitbrächten, meint sie. Das sporne auch die eigene Kreativität an.

Neben der Beratung bei Behördenangelegenheiten, Fragen rund um Pflege und Vorsorge oder Hilfe bei finanziellen Problemen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Seniorenbüros, Vereinsamung und Langeweile im Alter zu verhindern. Ein fester Stab von 16 ehrenamtlichen Helfern bietet regelmäßig Kurse von Gymnastik über Töpfern bis hin zur englischen Konversation an. „Die Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern ist auch ein wichtiger Teil unserer Arbeit“, sagt Reysin. Schließlich solle das Angebot künftig noch wachsen. Kollegin von der Ehe ist neben der allgemeinen Seniorenarbeit auch speziell für die Quartiersentwicklung zuständig. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich die Verbesserung der Infrastruktur für Ältere.

„Das neueste Baby“, wie sie sagt, ist die Online-Plattform „Wir Nachbarn“, die zusammen mit einem Start-up-Unternehmen entwickelt wird. In Zeiten, in denen auch für ältere Menschen Smartphones und Tablet-Computer immer selbstverständlicher werden, soll die Plattform helfen, sich untereinander zu vernetzen und besser zu organisieren.

Zu finden ist das Bezirksbüro des Seniorenservice im Margot-Engelke-Zentrum in der Geibelstraße 90, dort liegen auch Infobroschüren aus. Nach Terminabsprache ist das Team von Montag bis Freitag zu erreichen. Der Kontakt ist möglich unter Telefon 16 84 38 29 oder per E-Mail an 57.22.7@hannover-stadt.de. Ein Besuch auf www.seniorenberatung-hannover.de im Internet lohnt sich zudem, dort gibt es weitere Informationen und Veranstaltungsankündigungen.

Von Benjamin Behrens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südstadt
So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.