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Aus den Stadtteilen 28-Jähriger bei Massenschlägerei niedergestochen
Hannover Aus den Stadtteilen 28-Jähriger bei Massenschlägerei niedergestochen
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00:15 29.07.2015
Der Schünemannplatz ist Treffpunkt für Mitglieder der Trinker- und Drogenszene. Quelle: Dillenberg
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Ricklingen

Bei einer Massenschlägerei in Ricklingen ist ein 28 Jahre alter Mann am Sonnabend lebensbedrohlich verletzt worden. Nach Informationen der Polizei waren zwischen 20 und 30 Personen auf dem Schünemannplatz aufeinander losgegangen. Als die alarmierten Beamten am Tatort ankamen, waren die Beteiligten jedoch bereits geflüchtet. Wenig später meldete sich eine Klinik bei der Behörde, nachdem dort zwei Männer mit Stichverletzungen behandelt wurden. Beide gaben an, Opfer der Schlägerei zu sein, weigern sich jedoch, Angaben zu den Hintergründen der Auseinandersetzung zu geben oder weitere Beteiligte zu nennen.

Am Sonnabend gegen 18.45 Uhr hatten mehrere Personen die Polizei alarmiert, weil eine Massenschlägerei am Ricklinger Schünemannplatz ausgebrochen war. Die Zeugen berichteten davon, dass die Kontrahenten mit Messern und Baseballschlägern aufeinander losgingen. Kurz darauf konnten die Ermittler jedoch nur noch einen Audi am Tatort sicherstellen, in dem sie diverse Waffen fanden. Über das Kennzeichen des Wagens ermittelten die Beamten den Halter. „Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange“, sagte Polizeisprecherin Martina Stern, die weiter keine Angaben zu den Ergebnissen der Polizei machen wollte.

Unklar ist daher, ob der Halter des Wagens bereits befragt wurde und wer neben ihm an dem Streit beteiligt war. Am Schünemannplatz treffen sich täglich Mitglieder der Trinker- und Drogenszene. Auch Sonntag, einen Tag nach dem Zwischenfall, hielten sich dort rund 20 Personen auf. Ob sie an der Schlägerei beteiligt waren, ist nicht bekannt.

Fest steht nur, dass zwei der Beteiligten verletzt wurden und daraufhin in ein  hannoversches Krankenhaus gingen, um sich behandeln zu lassen. Sowohl der 28-Jährige, der lebensbedrohliche Stichverletzungen am Oberkörper erlitt, als auch sein leichtverletzter 23 Jahre alter Begleiter sind offenbar Iraker. In einer Notoperation schafften es die Ärzte, den Gesundheitszustand des 28-Jährigen zu stabilisieren. Beide sind nach Informationen der Polizei jedoch nicht kooperationswillig. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

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