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Abschied von Lindens Fernsehpfarrer

Linden Abschied von Lindens Fernsehpfarrer

Wolfgang Beck verlässt die St.-Godehard-Gemeinde. Seit vier Jahren ist der Pfarrer aus der Gemeinde St. Godehard einer von bundesweit acht Geistlichen, die regelmäßig das „Wort zum Sonntag“ sprechen.

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Fernsehpfarrer Wolfgang Beck

Quelle: Rainer Surrey

Linden. Sein Gesicht kennen rund 1,5 Millionen Menschen. So viele Zuschauer schalten immer dann das Fernsehgerät ein, wenn die ARD das „Wort zum Sonntag“ sendet. Seit vier Jahren ist Pfarrer Wolfgang Beck aus der Gemeinde St. Godehard einer von bundesweit acht Geistlichen, die regelmäßig mit einem Beitrag in dem kirchlichen Fernseh-Klassiker vertreten sind. Daran wird sich auch nichts ändern. Doch seine Gemeinde muss bald auf ihn verzichten: Der 41-Jährige verlässt Linden und siedelt nach Frankfurt am Main um. Dort wird er einen Lehrstuhl an der Hochschule Sankt Georgen übernehmen.

Der Abschied fällt dem promovierten Theologen nicht leicht. „Ich bin wirklich traurig“, sagt er. „Mein Herz hängt an der Gemeinde und an dem Stadtteilleben.“ Das beschränkt sich nicht nur auf Linden. Seit der Fusion vor vier Jahren gehören neben St. Godehard in Linden-Mitte und St. Benno in Linden-Nord auch die ehemals eigenständige Badenstedter Gemeinde Christkönig sowie Maria Trost in Ahlem dazu. Beck selbst wohnt seit seinem Dienstantritt vor sieben Jahren im Pfarrhaus in der Posthornstraße, mittendrin im Lindener Leben. Er joggt regelmäßig im Von-Alten-Garten und besucht gern Vorstellungen im Apollo-Kino in der Limmerstraße. In seiner Gemeinde hat er unter anderem das Projekt „Soul Side Linden - Kirche für Einsteiger“ aufgebaut, mit dem Menschen erreicht werden sollten, die nicht unbedingt regelmäßig zum Gottesdienst gehen. „Ich fühle mich hier rundum wohl“, sagt er.

Dennoch hat sich der gebürtige Hildesheimer, der 2002 zum Priester geweiht wurde, entschieden, eine neue Aufgabe anzunehmen. Dass er in Frankfurt nicht auf eine Pfarrstelle, sondern an eine Hochschule wechselt, sei eine „besondere Herausforderung“, sagt Beck, der in Hannover auch als Hochschulseelsorger gearbeitet hat. Fortan wird er Pastoraltheologie unterrichten. Die Lehre liegt ihm: Seit 2011 bildet er als Dozent am Priesterseminar Hildesheim den Nachwuchs in Predigttechniken aus. Diese Arbeit wird er fortsetzen. Also wird Beck auch immer mal wieder in der Nähe Hannovers sein. Und, wenn es seine Zeit zulässt, natürlich auch einen Abstecher nach Linden machen.

Wolfgang Beck wird am Sonntag, 19. Juli, mit einem Gottesdienst in der St.-Godehard-Kirche, Posthornstraße 23, verabschiedet. Seinen nächsten Auftritt als Fernsehpfarrer beim „Wort zum Sonntag“ hat er am 25. Juli.

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