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Aus den Stadtteilen Anwohner klagen über beißenden Gestank
Hannover Aus den Stadtteilen Anwohner klagen über beißenden Gestank
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02:15 10.09.2015
Von Andreas Schinkel
Quelle: dpa
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Hannover

Seit Monaten fühlen sich Anwohner in Vinnhorst von Gerüchen belästigt, die aus dem Gewerbegebiet in Brink-Hafen herüberwehen. „Ein beißender Ammoniakgestank liegt in der Luft, sodass wir alle Fenster geschlossen halten müssen“, sagte Anwohnerin Petra Jakobowski gestern im Umweltausschuss. Sie frage sich, ob solche Gaswolken nicht die Gesundheit gefährden. „Man spürt ein Stechen in der Nase und in den Schleimhäuten“, sagt Jakobowski. Inzwischen gibt es eine Unterschriftenliste gegen den Gestank.

Unterstützung bekommen die Anwohner von der CDU im Bezirksrat Nord. „Ich habe bereits mit der Firma Befesa gesprochen, die die Gerüche verursacht - aber ohne Erfolg“, sagt CDU-Bezirksratsfrau Angelika Jagemann. Man habe ihr gesagt, dass alle Grenzwerte eingehalten werden. „Mittlerweile beklagen sich auch die Mitarbeiter einer anderen, benachbarten Firma über den Gestank“, sagt CDU-Frau Jagemann. Dort habe sich der Krankenstand signifikant erhöht, meint sie.

Auch gegenüber der HAZ beteuert die Recycling-Firma Befesa, alle Umweltrichtlinien einzuhalten. „Selbstverständlich sind wir daran interessiert, mit den Anwohnern zusammenzuarbeiten“, versichert Unternehmenssprecher Wolf Lehmann. Man höre sich gerne die Anliegen der Nachbarn an.

Die Stadt Hannover hatte bereits prüfen lassen, ob die Dämpfe gesundheitsschädigend sind. „Der Geruch ist sicherlich belästigend und erinnert an Stallgeruch aus der Landwirtschaft; gesundheitsgefährdend ist er in den vorliegenden Konzentrationen aber nicht“, heißt es in einer Stellungnahme des Gewerbeaufsichtsamtes. Die CDU will nicht locker lassen und fordert die Stadt auf, auch eine Geruchsbelästigung ernst zu nehmen. Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) verspricht, sich um das Problem zu kümmern.

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