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Asphalt-Verkäufer bekommen eigene Radwerkstatt

Oststadt Asphalt-Verkäufer bekommen eigene Radwerkstatt

Auf dem Geläde des Verlagsgebäudes an der Hallerstraße, in dem die Straßenzeitung „Asphalt" entsteht, gibt es ab jetzt eine Fahrradwerkstatt für die Mitarbeiter. Dort können die Zeitungsverkäufer beschädigte Räder reparieren lassen oder selbst Hand anlegen.

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Das Team um Geschäftsführer Reent Stade (Dritter von links) freut sich über die Werkstatt – unterstützt von Radprofi Grischa Niermann sowie Udo und Ricarda Niedergerke (von rechts).

Quelle: privat

Oststadt. Ob platter Reifen, lockere Speiche oder gerissenes Bremskabel - die Verkäufer des Asphalt-Magazins helfen sich künftig selbst, wenn das Fahrrad nicht mehr richtig läuft. Im Hof des Verlagsgebäudes an der Hallerstraße haben Sozialarbeiter Christian Ahring und Verkäufer Guido Herbener im vergangenen Monat eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, die von den rund 100 Verkäufern des Straßenmagazins für Reparaturen genutzt werden kann. „Hilfe zur Selbsthilfe gehört zu den wichtigen Prinzipien von Asphalt. „Ein funktionierendes Fahrrad spielt für unsere Verkäuferinnen und Verkäufer eine große Rolle, um in der Stadt mobil sein zu können“, sagt der neue Asphalt-Geschäftsführer Reent Stade.

Finanziert wird die Werkstatt durch vielfältige Spenden und Sponsoren. Die Grundfinanzierung für das erste Betriebsjahr hatte die Ricarda-und-Udo- Niedergerke-Stiftung aufgebracht. Bei einer Benefizveranstaltung im Mai mit Stadtsuperintendent Hans Werner Danowski kamen 2500 Euro zusammen. Auch Radrennprofi Grischa Niermann unterstützte das Projekt - nicht nur mit seinem fachlichen Rat. Niermann überzeugte befreundete Fahrradhändler von der Asphalt-Werkstatt und besorgte Spezialwerkzeuge für die Reparaturen. Um auch gebrauchte Räder anbieten zu können, haben Freunde und Förderer des Obdachlosen-Magazins alte Fahrräder zum „Aufmöbeln“ gespendet, darunter sogar ein Dreirad für mobilitätseingeschränkte Erwachsene. Betrieben wird die Werkstatt jetzt von Sozialarbeiter Christian Ahring und Asphalt-Verkäufer Guido Herbener.

Das Straßenmagazin Asphalt hat im vergangenen Jahr sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zudem hat auch die Geschäftsführung gewechselt. Die ehemalige Asphalt-Chefin Almut Maldfeld ging zum Freiwilligenzentrum, das Ruder bei Aspahlt übernahm der 44-jährige Kulturwissenschaftler Reent Stade.

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