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Aus den Stadtteilen Auferstehungskirche soll Baudenkmal werden
Hannover Aus den Stadtteilen Auferstehungskirche soll Baudenkmal werden
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09:25 05.02.2015
Die Auferstehungskirche in Döhren soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Im christlichen Glauben soll die Auferstehung Hoffnung geben auf ein Leben nach dem Tod. Unter derselben Zuversicht entstand die Auferstehungskirche, die Ostern 1964 an der Peiner Straße/Ecke Helmstedter Straße eingeweiht wurde und auf dem Weg zum früheren Haupteingang des Seelhorster Friedhofs lag. Außer vielen Döhrenern hatten nun auch die Bewohner der Seelhorst eine Kirche in ihrer Nachbarschaft. Im Vergleich zu ihren Siedlungshäusern bot das neue Gotteshaus einen deutlichen architektonischen Kontrapunkt. Und die Auferstehungskirche hat noch mehr Besonderheiten zu bieten. Welche das sind, weiß natürlich Pastor Michael Wohlers. Beim Rundgang durch die Kirche verweist er fachkundig auf viele Details, die den spezifischen Charakter des Gebäudes ausmachen.

Erbaut wurde die Auferstehungskirche nach einem Entwurf der Architekten Horst Langer und Andreas Friess. Von außen fällt an dem Kirchengebäude vor allem die dreieckige Zeltform auf. „Das Zelt erinnert an das wandernde Gottesvolk der Israeliten“, erläutert Pastor Wohlers. Doch ein Dreieck steht zugleich als Symbol für die Dreifaltigkeit von Gott, Gottes Sohn und Heiligem Geist. Neben der Kirche erhebt sich der 42 Meter hohe, freistehende Turm, der mit seiner nachts erleuchteten Krone aus Beton weithin zu sehen ist. Unter dem damaligen Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht wurde der Turm so überragend geplant, um nahe der in dieser Zeit errichteten Neubauten im östlichen Döhren und des seinerzeit neuen Südschnellwegs auch städtebaulich einen Akzent zu setzen.

Am Haupteingang der Kirche geht es erneut um das Alte Testament: In die Bronzeflügel des Portals sind feine Linien eingraviert, die die biblische Erzählung vom brennenden Dornbusch andeuten. Weit droben in der Höhe befindet sich eine große Rosette. Fast hätte das Geld dafür nicht gereicht, als die Kirche erbaut wurde, weiß Pastor Wohlers zu berichten. Doch im Kirchenvorstand und dank der Initiative einer kunstinteressierten Nachbarin fanden sich schließlich zwei Spender, die seinerzeit zusammen 5000 Mark für die Lichtzier über dem Eingang gaben. Freuen konnte sich über die Summe der erste Gemeindepastor Martin Voigt

In der Auferstehungskirche betritt man zunächst ein offenes Foyer, an das rechter Hand eine kleinere Vesperkirche angegliedert ist. Zu ihrer Bauzeit ein Novum, dient sie heute als Taufkapelle und als „Winterkirche“. Nach vorne aber weitet sich der Blick in das hohe „Zelt“ und hebt sich hinauf zu den farbigen Fensterbändern - ein wesentliches Element der Auferstehungskirche. Unter der Decke entlang führen sie bis hoch über den Altar und fluten das Kirchenschiff selbst bei trübem Wetter mit einem stimmungsvollen Licht. Bei Sonnenschein ist das Farbenspiel noch viel beeindruckender. Ganz oben in der Spitze hat der Künstler Gerhard Hausmann aus Hamburg den „Morgenstern“ eingelassen, dem der christlichen Überlieferung nach die Heiligen Drei Könige folgten.

„Alles in unserer Kirche wurde nach einem Konzept gebaut“, berichtet Pastor Wohlers. Für den Gedanken der Auferstehung steht auch das Kruzifix des hannoverschen Künstlers Siegfried Zimmermann: Die Figur des Christus hat an den Händen und Füßen keine Nägel. Es scheint demnach, als habe sich der Heiland bereits vom Kreuz losgelöst. Symbolträchtig ist allemal auch die Kanzel aus Beton. An ihrer Vorderseite zeigt sie prächtig gedeihende Ähren. Doch im Boden sind auch einige verdorrte Samenkörner zu erkennen. „Das ist nun mal unsere Erfahrung“, sagt Wohlers. „Manches, was hier gesprochen wird, geht auf und anderes nicht“.

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