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Pfarrhaus wird zum Flüchtlingsheim

Badenstedt Pfarrhaus wird zum Flüchtlingsheim

Die Caritas und die Stadt einigen sich über Unterbringung von Asylbewerbern in der Badenstedter Christkönig-Gemeinde. Dort können 30 Flüchtlinge unterkommen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Badenstedt. Eine lange Hängepartie hat endlich ein Ende gefunden: In der Badenstedter Christkönig-Gemeinde wird im nächsten Jahr ein weiteres Flüchtlingsheim eingerichtet. Der Caritasverband und die Landeshauptstadt haben sich nach monatelangen Gesprächen zumindest grundlegend geeinigt. „Das Projekt läuft, die Realisierung ist Anfang 2016 geplant“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Jetzt müssen nur noch die Einzelheiten für den Mietvertrag geklärt werden.

Der Caritasverband hatte der Stadt schon im vergangenen Jahr das Pfarrhaus und das Pfarrheim am Soltekampe zur Miete angeboten. Dort könnten mehr als 30 Flüchtlinge unterkommen. Die beiden nebeneinander stehenden Häuser waren frei geworden, weil sich die katholische Kirche in Badenstedt verkleinern musste. Die ehemals selbstständige Christkönig-Gemeinde ist seit 2010 nur noch einer von vier Kirchorten der fusionierten St.-Godehard-Gemeinde. In Badenstedt nutzt die Gemeinde nur noch das Kirchengebäude selbst.

Aus den weiteren Verhandlungen hat sich die Caritas zurückgezogen, diese führt die Kirchengemeinde jetzt selbstständig weiter. Trotzdem behält der Kirchenverband den Standort im Blick. „Wir haben weiterhin großes Interesse daran, dort Träger zu werden“, sagt Caritas-Sprecherin Christiane Kemper.

Schon zu Beginn der Verhandlungen hatte der Verband sein Interesse an der Flüchtlingsbetreuung angemeldet. Aus vergaberechtlichen Gründen muss sich die Caritas dafür aber offiziell bewerben - was offenbar auch einer der Streitpunkte bei den Verhandlungen war. Warum so lange gerungen wurde, halten beide Gesprächspartner aber geheim.„Wir werden uns ganz normal an der Ausschreibung beteiligen“, kündigt Kemper nun an.

Die Caritas hat bereits Erfahrung bei der Flüchtlingsbetreuung in Hannover. Seit 1992 betreut der Verband das Heim in der Rumannstraße (Oststadt), später kamen noch die Unterkünfte in Hischestraße (Vahrenwald) und Hildesheimer Straße (Südstadt) hinzu. Bei der Bewerbung für das Heim am Soltekamp hat die Caritas laut Kemper eines der besten Argumente auf ihrer Seite: „Wir verfügen über ein sehr gutes Netzwerk vor Ort.“

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