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Aus den Stadtteilen Bagger bereitet den Boden für Container
Hannover Aus den Stadtteilen Bagger bereitet den Boden für Container
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00:15 18.08.2015
An der Hoffmann-von-Fallersleben haben die Bauarbeiten für zwei Lern-Container begonnen. Quelle: Benjamin Behrens
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Hannover

„Eigentlich heißen sie ja mobile Raumeinheiten, aber ich nenne sie auch bloß Container“, sagt Ute Häßlein. Ob Raumeinheit oder Container, die Schulleiterin der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule ist froh über die beiden neuen Unterrichtsräume, denn es wurde eng in der Grundschule in der Thorner Straße in Bothfeld. „Die Schule ist für zehn Klassen gedacht, wir bekommen eine elfte“, sagt die 50-Jährige. Am 22. Juli hatten die Bauarbeiten begonnen.

Nach den Sommerferien werden nicht nur die 22 neuen Schüler in einen der beiden Ergänzungsräume ziehen. Die Modulbauten schließen auch eine wichtige Lücke, denn bisher fehlte es der Grundschule an vielen Spezialräumen. „Der andere Container ist für Kinder im Bereich der Inklusion gedacht.“ Bisher gab es keine eigene Möglichkeit, Kinder neben dem Unterricht in eigenen Räumen zu fördern. Der Container wird außerdem mit einem großen runden Tisch, Bodenmatten und Utensilien zur Förderung ausgestattet. Außerdem wird der Raum für Werken, Gruppenarbeit, Kunstunterricht und auch für Besprechungen genutzt werden. „Ich gehe davon aus, dass es so bleibt, bis wir Ganztagsschule werden“, sagt die Rektorin. Die Kosten für die Container belaufen sich auf 187 000 Euro. Darin enthalten sind Aufstellung, Ausstattung und Miete für drei Jahre.

Das Gebäudemanagement der Stadt will 2018 die Lage neu bewerten. Ein möglicher Neubau würde dann auch die vorgegebene Größe von 64 Quadratmetern bereithalten. Die Containerräume sind mit 54,54 Quadratmetern etwas kleiner. Kein Problem für Ute Häßlein: „Wir sind wirklich dankbar, dass wir sie überhaupt bekommen, wo findet man schon das Optimale?“ Die Lehrerin ist zufrieden, dass die Schule in allen Bereichen mitreden konnte, von der Position bis zur Ausstattung der Räume, die gleichwertig zu den restlichen Klassenräumen sein sollte. Die Zusammenarbeit habe hervorragend geklappt.

Die beiden einzelnen Container stehen im hinteren Teil des Schulhofs und trennen den Außensportbereich mit Fußballplatz und Aschenbahn vom Rest. Die Fenster der Module sind auf der vom Fußballplatz abgewandten Seite. Beide Eingangstüren liegen sich gegenüber, verbunden durch einen kleinen Vorraum - so können die Schüler ihre Jacken außerhalb der Klassenräume verstauen.

Ein gepflasterter Weg wird die Container mit dem restlichen Schulgebäude verbinden. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass der Zugang zu den Containern sauber und ordentlich ist.“ Die Module hätten auch auf dem asphaltierten Vorplatz der Schule Platz gehabt, dann allerdings ohne Verbindung. „Außerdem brauchen wir den Bereich für die Fahrradprüfungen“, sagt Ute Häßlein.

Wenn alles planmäßig verläuft, sind die Arbeiten bis Freitag, 21. August, abgeschlossen.

Von Benjamin Behrens

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