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Bahn: Kein Lärmschutz für neue Brücken

Badenstedt Bahn: Kein Lärmschutz für neue Brücken

Die geplante Erneuerung von vier Brücken der Güterumgehungsbahn in den westlichen Stadtteilen von Hannover wird voraussichtlich keine wesentliche Senkung des Bahnlärms zur Folge haben.

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Badenstedt. Die geplante Erneuerung von vier Brücken der Güterumgehungsbahn wird voraussichtlich keine wesentliche Senkung des Bahnlärms zur Folge haben. Bei der für 2017/18 geplanten Grunderneuerung der Brücken Ziegelstraße, Wunstorfer Straße, Davenstedter Straße und im Fössegrünzug verzichtet die Bahn auf die Aufstellung von Lärmschutzwänden oder sonstigen aktiven Lärmschutzmaßnahmen.

Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt wirft dem Unternehmen nun vor, die einhellige Forderung des Gremiums und vieler Anwohner zu ignorieren. In einer Stellungnahme zu der geplanten Brückenerneuerung hatte der Bezirksrat vor seiner Sommerpause die Stadtverwaltung nachdrücklich aufgefordert, die Deutsche Bahn zur Einrichtung aktiver Lärmschutzmaßnahmen anzuhalten. Gesetzlich ist die Bahn bei einer Brückenerneuerung nicht zum Bau von Lärmschutzwänden verpflichtet.

„Das Problem besteht seit Jahrzehnten. Jetzt konnten wir endlich einmal etwas bewirken und dann wird das nicht umgesetzt“, zeigte sich Bezirksratsherr Kai Orak enttäuscht. Er weigerte sich daraufhin, einer Drucksache der Verwaltung zu dem Planfeststellungsverfahren zuzustimmen. Alle weiteren Mitglieder enthielten sich aus Protest der Abstimmung. „Ich lege das vorgestellte Papier so aus, dass die Verwaltung nur einer Teilforderung nachkommt“, ärgerte sich Linken-Vertreter Siegfried Seidel. In seiner Stellungnahme hatte der Bezirksrat einstimmig gefordert, dass der „lärmtechnische Standard der neuen Brücken dem von Neubaustrecken entsprechen muss“.

Tatsächlich plant die Bahn weiterhin, lediglich bei der Materialwahl und dem technischen Aufbau der neuen Brücken auf den Lärmschutz Rücksicht zu nehmen. „Alles, was in den Brücken verbaut wird, entspricht den Standards einer neuen Brücke. Es wird bloß keinen aktiven Lärmschutz geben“, erklärte Siegfried Plöger vom Fachbereich Tiefbau. Seiner Ansicht nach werden die erneuerten Brücken leiser als die bestehenden, die alle um 1906 errichtet wurden. Die Bezirksratspolitiker zeigten sich allgemein frustriert über den Umgang mit ihrer Forderung. mm

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