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"Die Nacht der Fledermäuse"

Basare "Die Nacht der Fledermäuse"

Wissenswertes, eine Nachtwanderung und ein buntes Kinderprogramm gab es bei der "Nacht der Fledermäuse" im Schulbiologiezentrum zu erfahren. Und es wurde aufgeräumt mit Vorurteilen – Fledermäuse hätten zu Unrecht einen schlechten Ruf, meint die Tierärztin Renate Keil.

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Renate Keil zeigt ein Tier bei der Fledermausnacht im Schulbiologiezentrum am Vinnhorster Weg.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Burg. Renate Keil kämpft gegen Vorurteile. Fledermäuse hätten ganz zu Unrecht einen schlechten Ruf. „Sie fressen Insekten, jede Nacht ein Drittel ihres Körpergewichts. Wer Fledermäuse hat, braucht keine Angst vor Mücken zu haben“, erzählt die Tierärztin bei der Europäischen Nacht der Fledermäuse im Schulbiologiezentrum am Vinnhorster Weg.

Keil engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für die kleinen Flieger, hat beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sogar eigens eine Fledermaushotline eingerichtet, bei der man verletzte Tiere melden kann. „Alle Fledermausarten, die bei uns vorkommen, fressen Insekten, es gibt nur drei Gattungen, die Blutsauger, also Vampire, sind, und die leben in Südamerika“. Gerade wer in lauen Sommernächten das Fenster auf Kipp stelle, müsse damit rechnen, nächtlichen Besuch zu bekommen. Die Tiere fliegen von unten nach oben. Ein gekipptes Schlafzimmerfenster sei also geradezu einladend für sie, sagte Keil. Nur hinaus finden die Fledermäuse oft nicht, sie gerieten dann in Panik, flögen um die Lampe und schrien wie Kinder. Das locke dann die Artgenossen an: „Und plötzlich hat man eine ganze Kolonie im Zimmer.“ Was hilft? Keil rät einfach: „Ruhe bewahren, Tür schließen, alle Spalten abdichten, notfalls mit einem Handtuch vor der Türritze, Fenster und Balkontür weit auf, dann finden die Tiere meist von allein ins Freie.“ Wichtig sei es, die Gardinen und Spalten noch einmal genau abzusuchen, denn Zwergfledermäuse passten in eine Ritze, die so winzig wie eine Kuppe des kleinen Fingers sei.

Es gab nicht nur allerlei Wissenswertes über die Nachtflieger, die schnell, aber kein bisschen gruselig sind, sondern auch zahlreiche Aktionen. Kinder konnten Fledermausgeschichten hören, Nistkästen bauen, Masken und Tüten basteln oder sich wie eine Fledermaus schminken lassen. Hunderte Besucher kamen zum Schulbiologiezentrum, einige im Batman-T-Shirt. Am meisten lockte zweifellos die Fledermauswanderung, die in der Dämmerung begann.

„Oh, wie süß“, riefen die Kinder, als Keil eine kleine Zwergfledermaus aus einem Käfig nahm und auf ihre Hand setzte. Weil sie sich verletzt hatte, war ihr ein Flügel geschient worden. Noch muss sie sich ein bisschen erholen, aber bald kann die kleine Maus wieder ausgesetzt werden, um mit ihren Artgenossen um die Wette zu fliegen.

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