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Baumarkt-Umbau kostet 550 000 Euro

Badenstedt Baumarkt-Umbau kostet 550 000 Euro

Die Einrichtung eines Flüchtlingsheims im ehemaligen Bau- und Gartenmarkt an der Carlo-Schmid-Allee verursacht für die Stadt erhebliche Kosten. Nach Angaben der Verwaltung müssen für die provisorische Wiederherrichtung der Gewerberuine rund 550.000 Euro investiert werden.

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Wird für Flüchtlinge umgebaut: Der ehemalige Baumarkt in Badenstedt.

Quelle: Michael Thomas

Badenstedt. „Der Mietvertrag ist auf zwei Jahre abgeschlossen“, sagt Rathaussprecher Dennis Dix. Die Mietkosten werden von der Stadt und dem Eigentümer, der Münchner Immobilienfirma Dibag, vertraulich behandelt. Laut Dix hätten sich beide Seiten aber auf einen „vergleichsweise günstigen Mietzins“ geeinigt.

Das frühere Marktkauf-Gebäude steht seit Juni 2007 leer und zerfiel seitdem zusehends. „Durch die lange betriebslose Standzeit, Diebstahl und Vandalismus haben diverse technische Komponenten erheblichen Schaden genommen“, teilt die Stadt mit. Derzeit wird es für die Unterbringung von etwa 300 Flüchtlingen wieder fit gemacht. Morgen will die Feuerwehr mit dem Aufbau einer Zeltstadt beginnen, damit die Asylbewerber bis zum 27. September umziehen können - dann beginnen nämlich in der Messehalle 21, wo sie derzeit untergebracht sind, die Vorbereitungen für die Verbrauchermesse Infa. An diesem Tag muss die Halle geräumt werden.

Besonders teuer ist die Wiederherstellung der Stromversorgung für den ehemaligen Baumarkt. Laut Dix war die Elektronik bei der Gebäudeaufgabe vollständig zurückgebaut worden. Außerdem sind für die Notunterkunft nun stärkere Anschlüsse vonnöten, weil der Energiebedarf etwa für die Heizung deutlich höher ist als noch für den Baumarkt. Nach einer Expertise von Fachplanern werden die Kosten allein dafür rund 280 000 Euro betragen. Erhebliche Kosten verursachen auch die Wiederherstellung von Wasser-, Abwasser- und Gasanlagen (50 000 Euro) sowie von Heizung (40 000 Euro) und Telefonleitungen (35 000 Euro).

Einen langfristigen Nutzen werden die Investitionen in das Gebäude leider nicht haben. „Nach den bisherigen Erkenntnissen soll ein vollständiger Abriss des Gebäudes erfolgen“, sagt Dix. Daher müsse die Stadt beim Auszug auch nichts zurückbauen. „Das Gebäude ist dem Eigentümer wieder besenrein zurückzugeben.“

Die Dibag wollte auf Anfrage des Stadt-Anzeigers keine Stellungnahme abgeben. Das Unternehmen bemüht sich seit Jahren vergeblich darum, das Grundstück an der Ecke Badenstedter Straße/Carlo-Schmid-Allee wiederzubeleben. Alle Versuche waren aber bislang vergebens.

Zuletzt plante das Unternehmen, das riesige Gelände in vier Teile zu zerlegen und einzeln zu vermarkten. Auch für dieses Projekt hat es aber offenbar nicht genügend Interessenten gegeben. Zu den weiteren Plänen für das Grundstück nach der Vermietung an die Stadt wollte sich der Immobilienentwickler, der auch das Hanomag-Gelände revitalisierte, ebenfalls nicht äußern.

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