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Aus den Stadtteilen Bezirksrat will mehr Hundewiesen
Hannover Aus den Stadtteilen Bezirksrat will mehr Hundewiesen
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00:18 08.08.2015
Viel Wiese, aber kein Hund weit und breit: Obwohl die einzige Auslauffläche in Groß-Buchholz nicht besonders beliebt ist, sollen nun weitere Flächen her. Quelle: Christian Link
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Hannover

Wahrscheinlichster Kandidat ist mittlerweile eine Grünfläche neben dem Vereinsgelände des Polizeisportvereins (PSV) im Heideviertel. Auch in Groß-Buchholz sollte eigentlich eine neue Hundewiese hinzukommen, doch es sieht eher nach einem Flächentausch aus.

Besonders beliebt ist die einzige Hundeauslauffläche in Groß-Buchholz offenbar nicht. „Die Wiese ist unglücklich gelegen, weil links und rechts Radfahrer fahren“, sagte Anwohner Klaus Schulz in der Einwohnerfragestunde. Er würde seinen Hund lieber auf der Grünfläche zwischen Milanstraße und Mittellandkanal laufen lassen, doch dafür sieht die Stadt einige Hürden. „Die Wiese grenzt vorn an eine Straße, das müsste man einzäunen“, sagte Verwaltungsmitarbeiterin Rita Heitsch.

Diese Antwort irritierte viele Bezirksratsmitglieder, schließlich sind auch die beiden bestehenden Hundewiesen - die zweite befindet sich östlich der Juglerstraße neben der Bahntrasse in Kleefeld - nicht durch Absperrungen begrenzt. „Nur neue Flächen müssen eingezäunt werden“, erläuterte Heitsch. PSV-Mitglied und Tierärztin Heike Schröder begrüßte das. „Für die Sicherheit unserer Hunde und aus Rücksicht auf andere wünschen wir uns eingezäunte Flächen“, sagte sie.

Allerdings will die Verwaltung auf so engem Raum in Groß-Buchholz wohl nur eine Hundewiese erlauben. Die bestehende Fläche müsste dann aufgegeben werden. Bezirksratsherr Karsten Plotzki (parteilos) sieht einen Wiesentausch jedoch kritisch: „Dadurch würde sich die Fläche auf ein Drittel reduzieren“, bemängelte er.

Eine bereits eingezäunte Grünfläche neben dem PSV-Sportplatz hinter dem Eilenriedestift bietet sich anscheinend eher als neue Hundewiese an. Allerdings muss das Rathaus für dieses Grundstück erst noch grünes Licht geben, denn die Besitzverhältnisse für die Grünflächen in dem Gebiet sind nicht ganz einfach. So schlug Plotzki zwar eine städtische Grünanlage neben dem Familienkleingartenverein Kiebitzwiese-Misburg vor, wurde aber von Heitsch enttäuscht: „Das Gelände ist verpachtet, wir können das nicht umwidmen - es sei denn, die Kleingärtner genehmigen das“, sagte sie.

Weil auch andere vorgeschlagene Hundeauslaufflächen nicht realisierbar sind, will das Gremium sich nun zusammensetzen und ein Gesamtkonzept für Hundewiesen im Stadtbezirk entwickeln. Plotzki drängte zwar darauf, vor der Sommerpause zumindest eine Überprüfung möglicher Flächen durch die Verwaltung zu beschließen. Darauf wollten sich die anderen Bezirksratsmitglieder aber nicht einlassen. „Wenn wir das Ganze umfassend und nicht populistisch angehen wollen, können wir das heute nicht entscheiden“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dierk Schneider. In der nächsten Bezirksratssitzung am 17. September steht das Thema also wieder auf der Tagesordnung.

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