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Aus den Stadtteilen Bezirksrat billigt Pläne für Reihenhausbau
Hannover Aus den Stadtteilen Bezirksrat billigt Pläne für Reihenhausbau
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00:17 27.09.2015
Von Michael Zgoll
Kaufpreis ab 240.000 Euro: Auf diesem Gelände entstehen 18 Reihenhäuser. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Bebauung des Eckgrundstücks Karlsruher Straße / Am Mittelfelde mit 18 Reihenhäusern ist getan. Einstimmig billigte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag, aufgrund dessen die Stadt mit der Deutschen Reihenhaus (DRH) AG aus Köln einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan abschließen kann. Ein Raunen ging durch die Reihen der Politiker, als Stadtplanerin Nezahat Topcu die Kaufpreise für die jeweils 116 Quadratmeter Wohnfläche umfassenden Haustypen namens „Wohntraum“ nannte: Zwischen 240.000 und 280.000 Euro. Die Firma DRH wirbt mit der Aussage, mit nur drei Haustypen in standardisierter Bauweise „bezahlbaren Wohneigentum für Familien in der Stadt“ zu schaffen.

Drei Gebäudezeilen sollen auf dem Mittelfelder Eckgrundstück gegenüber dem Rewe-Markt entstehen. Topcu wies darauf hin, dass der Energiebedarf der Reihenhäuser 30 Prozent unter dem Referenzstandard laut Energieeinsparverordnung 2014 liege. Die Käufer verpflichten sich, ihre Heizwärme von einem auf dem Grundstück geplanten Blockheizkraftwerk (BHKW) zu beziehen; auch müssen sie warmes Wasser von einem dezentralen Wärmetauscher abnehmen. Ob die Eigenheimbesitzer den notwendigen Strom über das BHKW beziehen, ist ihre Sache. Wie die Stadtplanerin sagte, stehe es ihnen frei, zusätzlich Sonnenenergie zu nutzen und entsprechende Module zu installieren.

CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob wollte wissen, warum frühere Interessenten ihre Bebauungspläne beerdigt hätten und ob dies mit den Altlasten auf dem Grundstück zu tun habe. Nezahat Topcu bestätigte, dass es vor Jahren zwei Investoren gab, die Am Mittelfelde Geschosswohnungsbau und Einzelhandel angedacht hatten; eine Insolvenz habe diese Pläne aber zunichtegemacht. Es gebe tatsächlich Altlasten und vergrabene Öltanks auf dem Areal. Laut Vertrag sei die DRH AG verpflichtet, diese Schadstoffe zu beseitigen und die Tanks auszugraben. Das Unternehmen muss der Stadt ein Konzept für das Bodenmanagement vorlegen und es freigeben lassen; sämtliche Erdarbeiten werden von einem Sachverständigen begleitet.

von Michael Zgoll

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