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Bezirksrat will mehr Räder auf der Straße

Heideviertel Bezirksrat will mehr Räder auf der Straße

Im Heideviertel soll das Radfahren angenehmer und sicherer werden. Das fordert der Bezirksrat. Und die Tempo-30-Zone soll erweitert werden. Die Stadt wird nun prüfen, ob sich die Vorschläge des Bezirksrats umsetzen lassen.

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Fahrradfahrer haben es nicht leicht an der Breiten Wiese, in der auch die Firma Krauss-Maffai Berstorff (links) ansässig ist.

Quelle: Christian Link

Heideviertel. Eine der zentralen Verkehrsachsen im Heideviertel - die Straße An der Breiten Wiese - soll auf Wunsch des Bezirksrats Buchholz-Kleefeld umgestaltet werden. Die Politiker wollen vor allem die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessern. Dazu wünschen sie sich eine Ausweitung der Tempo-30-Zone und mehr Fahrradverkehr auf der Straße. Im südlichen Bereich soll es auch bauliche Veränderungen geben.

Bezirksratsherr Karsten Plotzki (parteilos) hatte das Thema bereits im April auf die Tagesordnung gebracht, doch erst nachdem es dort dreimal stand, konnte sich das Gremium zu einem Mehrheitsbeschluss durchringen, den nur die CDU-Fraktion ablehnt. „Dort kommen auch Ortsunkundige gut zurecht“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Eike Borstelmann und erkennt keinen Verbesserungsbedarf für Radfahrer in der Straße. „Wir würden es eher begrüßen, dass man den Schilderwald dort abräumt“, sagt er.

Insbesondere die Grünen sehen das anders, sie hatten Plotzkis Ursprungsantrag deutlich erweitert. Demnach soll auf dem nördlichen Abschnitt zwischen Misburger Straße und Müdener Weg künftig eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gelten. „Auch wenn hier Gewerbe angesiedelt ist, handelt es sich doch um einen Teil des Wohngebiets“, begründet Tobias Rothhardt (Grüne) den Antrag. Tempo 50 sei in dem Bereich auch deswegen unangemessen, weil an der Einmündung zum Burgdorfer Damm die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ gilt.

„Radfahrer sollten ermutigt werden, auf der Straße zu fahren“

Südlich des Müdener Wegs befindet sich zwar bereits eine Tempo-30-Zone, dafür sind Fuß- und Radwege hier ziemlich chaotisch geregelt. Für dieses Problem hat der Bezirksrat eine einfache Lösung: „Radfahrer sollten ermutigt werden, auf der Straße zu fahren“, fordert Rothhardt. Außerdem soll es im südlichen Teil einen gemeinsamen Fuß- und Radweg geben. Der benutzungspflichtige Radfahrstreifen, der in einer Tempo-30-Zone ohnehin nicht zulässig ist, und der nicht benutzungspflichtige Radweg sollen verschwinden. „Sie provozieren nur unnötige Konflikte“, sagt Rothhardt.

Der Bezirksrat denkt auch darüber nach, die Straße An der Breiten Wiese zur Fahrradstraße zu machen. ADFC-Funktionär Hans-Christian Edelmann sieht das jedoch kritisch: „Ohne bauliche Maßnahmen ändert das an der Situation nicht viel, das wäre nur ein Schild mehr, das in der Straße steht.“ Eine Fahrradstraße mache nur dann Sinn, wenn die Autofahrer zusätzlich ausgebremst werden.

Die Stadt wird nun prüfen, ob sich die Vorschläge des Bezirksrats umsetzen lassen. Spätestens zur November-Sitzung des Bezirksrats muss eine Entscheidung vorliegen.

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