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Aus den Stadtteilen Schleusengeschichte in 170 Bildern
Hannover Aus den Stadtteilen Schleusengeschichte in 170 Bildern
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00:16 24.08.2015
Im Jahr 1928 stand die Schleuse kurz vor der Fertigstellung. Quelle: Archiv
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Hannover

Es war ein Zufall, der Lorenz Kurz in den Besitz historischer Glasplatten gebracht hatte. Auf ihnen waren alte Fotos vom Bau der Hindenburgschleuse zu sehen. Das bewog Kurz dazu, die Entstehung der Schleuse in Anderten in einem Buch zu dokumentieren. „Ich habe die Bilder sortiert, chronologisch geordnet und beschriftet“, erzählt Kurz. „Neben den Glasplatten lassen sich auch alte Postkartenmotive oder Bilder aus alten Zeitungsartikeln finden“, ergänzt er. Um die altertümlichen Fotomotive auf den Glasplatten zu vergrößern, schaffte sich Kurz eigens ein Gerät an, mit dem er analoge Fotoabzüge herstellen konnte. „Damals gab es noch kein digitales Gerät“, sagt er.

So entstand eine Sammlung von 170 Bildern und Dokumenten aus der Zeit von 1919 bis 1957. Auf drei Seiten Text gibt Kurz zunächst eine kurze Einleitung, wie es zu dem Bau der Hindenburgschleuse in Anderten kam und welche Rolle das Bauwerk seitdem für die Schifffahrt in Hannover erfüllt. Dazu liefert er Zahlen, Daten und Fakten rund um das insgesamt neun Jahre andauernde Bauprojekt - allein die Vorbereitung zum eigentlichen Schleusenbau dauerte fünf Jahre. Für diesen mussten nach Recherchen des Autors seit dem Frühjahr 1919 insgesamt 600 000 Kubikmeter Erde in Anderten bewegt werden, um Platz für die großflächige Anlage zu schaffen.

Auf den weiteren knapp 90 Seiten des Buches finden sich alte Fotografien und Schriftstücke, die größtenteils Eindrücke von der Baustelle aus unterschiedlichen Perspektiven bis zur Eröffnung der Schleuse im Jahr 1928 vermitteln. Durch die Beschriftung der Bilder werden deren Motive in einen zeitlichen Kontext eingeordnet, stellenweise finden sich in den Erläuterungen jedoch auch technische Fachbegriffe oder Namen von Maschinenteilen.

Das Buch ist bei der Papeterie Graafmann in Anderten erhältlich oder kann per E-Mail an Lorenz-Kurz@gmx.de für 23 Euro bestellt werden. Eine erste Auflage des Buches ist allerdings bereits vergriffen.

Von Nils Oehlschläger

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