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Aus den Stadtteilen Neue Grundschule steht für Erstklässler bereit
Hannover Aus den Stadtteilen Neue Grundschule steht für Erstklässler bereit
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00:15 06.09.2015
Geht voller Zuversicht an den Start: Die kommissarische Schulleiterin Renate Beblo vor altem Mobiliar der Maximilian-Kolbe-Schule – es wurde gegen neues ausgetauscht.
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Buchholz-Kleefeld

Die Schule entlastet überfüllte Einrichtungen, auch wenn der Standort an der Nackenberger Straße nach wie vor umstritten ist. Der großen Entfernung zu Groß-Buchholz wegen, wo die meisten Schulanfänger herkommen. Doch jetzt konzentriert sich Beblo mit ihren Kolleginnen Karin Naitouli und Denise Leonhard darauf, den Erstklässlern den Start so angenehm wie möglich zu machen.

Bei der Suche nach einem kurzfristig verfügbaren Standort einigten sich Verwaltung und Rat der Stadt im Frühjahr auf die Maximilian-Kolbe-Schule. Die Förderschule nimmt im Zuge der neuen inklusiven Beschulung keine neuen Jahrgänge mehr auf. Ein inzwischen frei gewordener Trakt steht nun für die neue Grundschule bereit. Viel umbauen musste die Stadt nicht. Neue Möbel wurden angeschafft und die einstige Hausmeisterwohnung in einen Bürotrakt umgewandelt. Und es gibt reichlich Platz. „Als Schule im Aufbau beginnen wir mit kleinen Lerngruppen von 17 beziehungsweise 16 Kindern“, sagt Beblo. Neben der Schule erstreckt sich ein weites, von Bäumen umgebenes Gelände. Das großzügige Areal wird auch gebraucht: Die Grundschule ist vom Start weg als offene Ganztagsschule geplant. Jeden Tag wird es Angebote bis 16 Uhr geben, die vom Stephansstift als Kooperationspartner gestaltet werden. Die drei Lehrerinnen übernehmen den Unterricht und werden von zwei pädagogischen Mitarbeitern unterstützt.

24 Kinder des neuen Jahrgangs kommen aus Groß-Buchholz. Viele Eltern von dort hatten den mehrere Kilometer entfernten Standort an der Nackenberger Straße kritisiert; auch der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld war gegen diese Lösung. Auch wenn es ein Provisorium sein soll. Derzeit sucht die Stadt einen Ort, wo eine neue Schule gebaut werden kann. Der gegenwärtig von der Stadt favorisierte Platz ist die Straße In den Sieben Stücken. „Die Ausschreibung für den Bau wird gerade vorbereitet“, kündigt Bezirksbürgermeister Henning Hofmann an. Möglicherweise kommt die kommunale Baugesellschaft GBH zum Zuge, weil sie über ein Grundstück an der Straße verfügt. So oder so dürfte es ein paar Jahre dauern, bis ein Neubau bezugsfertig ist - und die neue Grundschule dann tatsächlich nach Groß-Buchholz umzieht. Voraussetzung dafür wäre die erneute Umsortierung der Schulbezirksgrenzen. Die wurden erst in diesem Sommer so umgestaltet, dass Kinder aus Groß-Buchholz in Kleefeld eingeschult werden können. Zum Ärger vieler Eltern.

„Ich weiß, dass einige Eltern ihre Arbeitszeiten geändert haben, um mit der neuen Situation klarzukommen“, sagt ein Vater, der seinen Namen nicht in der Zeitung nennen mag. Seine Tochter geht auf die neue Schule, die den uncharismatischen Namen „Buchholz-Kleefeld II” trägt. Sein Sohn aber ist auf der Grundschule am Groß-Buchholzer Kirchweg (Grobuki). Dort hätte er seine Kinder am liebsten beide gehabt. Auch andere Eltern mit mehreren Kindern haben es ab sofort mit zwei voneinander weit entfernten Schulen zu tun. Am Schulleben teilhaben und die Wege der Kinder zwischen Heim, Unterricht und außerschulischen Angeboten organisieren - all das stellt die betroffenen Familien vor Herausforderungen. Immerhin finanziert die Stadt einen Schulbus, der einige Groß-Buchholzer Kinder nach Kleefeld bringt.

Die Grobuki, vierzügig ausgelegt, ist hoffnungslos überfüllt und lindert die Platznot mit Containern. Die müssen auch noch eine Weile bleiben, bis die älteren Jahrgänge auf weiterführende Schulen wechseln. Der jetzt an den Start gehende Erstklässler-Jahrgang an der Grobuki ist der erste seit Jahren, der wieder vierzügig ist. Dennoch stellten viele Familien, die bereits ein Kind dort haben, einen Antrag, dass auch das Geschwisterkind dort eingeschult wird - und nicht in Kleefeld. „Vergeblich“, sagt der Vater.

Unter den Eltern ging zuletzt ein Gerücht um, wonach viele Flüchtlingskinder aus dem Heim im ehemaligen Oststadtkrankenhaus an der Grobuki eingeschult würden, und dadurch Plätze fehlten. „Das stimmt so nicht“, hält Hofmann dagegen. Die meisten gingen zur Grundschule Gartenheimstraße, weil dort eine Sprachlernklasse ist.

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