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Aus den Stadtteilen Der Reifen macht die Runde
Hannover Aus den Stadtteilen Der Reifen macht die Runde
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00:15 29.07.2015
90 Prozent der mehr als 100 Teilnehmer sind Frauen. Quelle: Sarah Franke
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Hannover

„Das Wichtigste ist, dass die Leute bei meinen Kursen Spaß haben“, sagt Hofer, die im US-Bundesstaat Kalifornien zu Hause und in der Szene unter dem Künstlernamen „Isopuppy“ bekannt ist.

Hofer ist eine der elf Trainer auf der German Hoop Convention. Bei der dreitägigen Veranstaltung treffen sich über 100 Menschen aus Deutschland, Europa, Neuseeland und den USA bereits zum vierten Mal in Hannover. Etwa 90 Prozent der Teilnehmer sind Frauen. Während der Convention tauschen sie sich über ihr Hobby aus und nehmen an Workshops teil. In den Sporthallen der Sophienschule liegen jede Menge bunter Hula-Hoops auf dem Boden. Die Plastikreifen kennt man aus der Kindheit. Damit ist aber weitaus mehr möglich, als den Reifen nur um die Taille kreisen zu lassen. Beim Hoop Dance wird der Reifen spielerisch in eine Tanzperformance eingebunden.

Laut Ina Hofmann (35) und Natasha Kundert (29) aus dem Organisatorenteam ist die German Hoop Convention nicht nur die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland, sondern in ganz Europa. „Die Sportart ist aus den USA herübergeschwappt“, erklärt Hofmann.

In Deutschland gibt es mittlerweile viele Hula-Hoop-Begeisterte. Dazu gehört auch Anya Schreiber aus Köln. Routiniert lässt die 39-Jährige zwei Reifen um ihre Arme kreisen. Auf der German Hoop Convention ist sie Teilnehmerin. Im Internet steht sie aber im Mittelpunkt. Denn Schreiber betreibt unter dem Namen „Aya Hoops“ einen Youtube-Kanal. In ihren Videos erklärt sie Hula-Hoop-Tricks. „Vor ein paar Jahren schenkte mir eine Freundin aus Jux einen Hula-Hoop-Reifen zum Geburtstag“, erzählt sie. Als Schreiber nach einer Internetrecherche auf Hoop Dance stieß, war sie fasziniert. Sie übte zu Hause im Wohnzimmer. Dabei ging die eine oder andere Vase oder Lampe zu Bruch. Das passiert Schreiber heute nur noch selten - und einen Reifen hat sie immer im Auto dabei.

Am größten sei die Hula-Hoop-Szene laut Organisatorin Hofmann in Berlin, Hamburg, München - und Hannover. Neben der Convention haben Hofmann und Kundert in Hannover eine Hoop-Dance-Gruppe gegründet. Sie gehört zum Verein für Leibesübungen Eintracht Hannover von 1848 und trifft sich wöchentlich.

Zu dieser Gruppe gehört auch Alexandra Brandt. Ihr gefällt am Hoop Dance, dass es keine Wettkampfmentalität gibt. „Manchmal wurde ich gefragt, wer der Beste im Hoop Dance sei. Dann erkläre ich, dass es darum nicht geht“, sagt die 29-Jährige. Stattdessen sei es schön, anderen Tänzern zuzuschauen und von ihnen zu lernen. Denn richtig oder falsch, das gibt es nicht beim Hoop Dance.

Von Sarah Franke

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