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Aus den Stadtteilen Von Drachentänzen, Koalas und Bananenbrot
Hannover Aus den Stadtteilen Von Drachentänzen, Koalas und Bananenbrot
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00:18 11.07.2015
„Stoppt den Walfang!“: Musikpädagoge Unmada Kindel ist der Star der Projektwoche. Quelle: Hannah Scheiwe
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Hannover

Wie leben die Menschen und Tiere auf anderen Kontinenten? Die 120 Kinder an der Grundschule Goetheplatz haben sich vergangene Woche zu kleinen Experten in diesen Fragen gemausert. In ihrer Projektwoche ging es dabei ausgesprochen musikalisch zu. Denn Hannovers wohl bekanntester Kinderliedermacher, der Musikpädagoge Unmada Kindel, sang mit den Schülern. „Dieses Jahr haben wir ihn endlich an die Schule holen können. Das wollten wir schon längst“, erklärt Marianne Herschel, Leiterin der Grundschule Goetheplatz.

Und so schmetterten die Kinder in der Asien-Gruppe alle zusammen laut „Stoppt den Walfang“ und klatschen dazu in die Hände, Kindel begleitete sie auf dem Akkordeon. In einer Passage ohne Gesang beatboxte Viertklässler Salko Isaer-Miranov leidenschaftlich im Rhythmus. Nach dem Refrain wurden alle still - und nur noch die Drittklässlerinnen Amalia Babani und Juliana Weißenborn sangen die Strophe leise, aber doch klar ins Mikro.

Die Kinder beschäftigten sich in ihrer Gruppe, die aus Erst- bis Viertklässlern besteht, jeweils mit einem der Kontinente. Eine Stunde am Tag sang jede Gruppe mit Kindel. Zum Abschlusskonzert hatten die Schüler sogar einen riesigen Drachen gebastelt - passend zum Lied „Drachentanz“. Bei verschiedenen Aktivitäten lernten die Kinder viel über die Kontinente. So backte die Afrika-Gruppe Bananenbrot. Erstklässlerin Madelen Smiljenik gefiel das gut: „Mir ist das zu viel Singen“, sagte sie - das Backen und Kochen gefalle ihr besser. Doch die meisten Kinder hatten viel Spaß an der Musik und summten auch in der Pause noch vor sich hin. „Wir haben hier einige musikalische Talente entdeckt“, sagt Herschel. Juliana hatte sogar ihre Geige mitgebracht und versuchte sich, wenn sie nicht gerade sang, an einer Melodie.

Währenddessen malte die Australien-Gruppe Höhlenmalereien nach und betupfte Steine mit der Punkttechnik der Aborigines. „Das ist ein Bild von zwei Menschen, die jagen“, erklärte Viertklässler Gianluca D’Agostino. Und Schülerin Sona Sadrija, die einen Stein eingefärbt hatte, erzählte: „Wir haben ein Plakat über Koalas erstellt.“ Dabei habe sie viel über die australischen Tiere erfahren.

So lernten die Schüler spielerisch Neues über die verschiedenen Kontinente. Während der Woche ging es den Lehrern auch darum, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen einbringen können und lernen, sich gegenseitig zu tolerieren. Denn die Grundschüler am Goetheplatz kommen selbst aus vielen verschiedenen Ländern. „Ein afrikanischer Schüler hat zum Beispiel angeregt, das Lied ‚Hakuna Matata‘ zu singen“, erzählt Herschel begeistert. Das hätte Kindel gleich aufgenommen.

So sangen die Kinder der Grundschule Goetheplatz auch indische, syrische oder australische Lieder - und konnten nach der Woche sogar fremdsprachige Texte auswendig.

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