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Der Ball rollt wieder in Hainholz

Hainholz Der Ball rollt wieder in Hainholz

Mit einem Fest hat der VfV am Wochenende seine runderneuerte Anlage an der Voltmerstraße eröffnet. Mitglieder des Sportvereins haben in den insgesamt sieben Jahren Bauzeit ehrenamtlich rund 4000 Arbeitsstunden in den Umbau von Plätzen und Gebäuden investiert.

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Früh übt sich: Die kleine Sarah probiert die Torwand aus.

Quelle: Mario Moers

Hannover. Sieben Tage dauert die biblische Schöpfungsgeschichte - der Bau der neuen Sportanlage des VfV Hainholz benötigte fast sieben Jahre. „Wir haben lange gekämpft, es hat sich gelohnt“, freut sich Heinrich „Heinz“ Niehoff, der ehemalige Vereinsvorsitzende. Bei der großen Eröffnungsfeier blickten die Vereinsmitglieder am Wochenende stolz auf die ereignisreiche Bauzeit zurück, bei der die Sportler kräftig selbst mit angepackt haben.

„Ein Bagger ging in Flammen auf, Einbrecher klauten sogar unseren Abfall, und eine geschützte Eiche hat den Baubeginn um ein Dreivierteljahr verzögert.“ Inzwischen kann der aktuelle Vorsitzende Frank Borchers über all die Hürden lachen, die den Bau des Sportplatzes in der Voltmerstraße so sehr in die Länge gezogen haben. Über den Nussbaum etwa, der nicht gefällt werden durfte. „Wir waren in der Verwaltung ausgerechnet an einen Herren Namens Nußbaum geraten, dem diese Baumart besonders am Herzen liegt“, berichtet Schatzmeisterin Irmtraut Quietzsch. Als der Platzwart, der jetzt in einer Wohnung im Vereinsheim lebt, sich das erste Mal unter die Dusche stellte, quoll das abgelaufene Wasser wieder unter der Dusche hervor. „Die Handwerker hatten vergessen, zwei Abflussrohre zu verbinden“, erzählt Borchers. Heute sind sie alle stolz auf die topmoderne Anlage, die drei Fußballplätze, zwei Tennisplätze und ein geräumiges Vereinsheim inklusive Gastwirtschaft beherbergt.

„Das Nebengebäude für die Platzpflege haben wir bis auf die Grundplatte komplett selbst gebaut und mit Holz verkleidet. Wir haben die Wirtschaft saniert und alle Malerarbeiten übernommen“, berichtet der Vorsitzende. 4000 Arbeitsstunden sind zusammengekommen - jede einzelne fein säuberlich in einem Buch festgehalten, so wollen es die Regularien des Stadtsportbundes. „Um den Zuschuss zu bekommen, mussten wir 20 Prozent der Arbeiten selbst übernehmen“, erklärt die Schatzmeisterin. „Die erste Überraschung erlebten wir, als herauskam, dass der Boden kontaminiert war“, erinnert sich Borchers an den Baubeginn. Verunreinigungen auf der ehemals von Kleingärtnern genutzten Fläche machten eine tiefe und teure Ausschachtung notwendig. Zusatzkosten verursachten auch aufwendige Sicherheitsvorkehrungen an Türen und Fenstern. Notwendig sind sie: Bereits während der Bauarbeiten ist eingebrochen worden.

Zu Verzögerungen kam es auch immer wieder, weil die geplanten Baukosten für das Vereinsheim um rund 30 Prozent auf 1,67 Millionen Euro stiegen. Dazu kommen weitere 1,5 Millionen für die Sportplätze. Der Verein selbst beteiligt sich mit 230 000 Euro an den Kosten. Den Rest finanzieren Stadt, Stadt- und Landessportbund, Region und die Klimaförderung Proklima. „Wir haben besonderen Wert auf Klimafreundlichkeit gelegt“, erklärt Borchers. Das Vereinsheim ist mit einer Solaranlage und einer Pelletheizung ausgestattet.

Die umfassende Erweiterung des Sportplatzes neben dem Naturbad im Herzen von Hainholz war notwendig geworden, weil der Verein nach einer Fusion mit dem TSV Hainholz 1995 über eine weitere Anlage in der Helmkestraße verfügte. „Wirtschaftlich ließ sich das nicht machen“, erklärt Borchers. In der Hoffnung auf den Neubau wurde in beide Plätze nicht mehr viel investiert. Zu Jahresbeginn hat der VfV das Gelände in der Helmkestraße an die Stadt übergeben. Was dort zukünftig entsteht, ist noch unklar. „Die Stadtverwaltung prüft unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten und wird daraus einen Vorschlag entwickeln,“ erklärt Stadtsprecher Dennis Dix. Eine andere Baustelle will die Stadt dagegen möglichst zeitnah in Angriff nehmen. Nachdem sich Bürgermeister Thomas Hermann auf dem Weg zur Einweihungsfeier selber verfahren hatte, will er sich dafür einsetzen, dass zukünftig gut erkennbare Schilder auf das Vereinsgelände hinweisen. Zwischen Naturbad und Kleingärten ist es nicht leicht zu finden.

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