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Aus den Stadtteilen Die IGS Kronsberg hat ein Platzproblem
Hannover Aus den Stadtteilen Die IGS Kronsberg hat ein Platzproblem
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02:15 16.10.2015
Von Saskia Döhner
Schüler und Elternvertreter der IGS Kronsberg protestieren vor dem Rathaus für „Mehr Raum für Bildung“ Quelle: Kutter
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Hannover

„Schüler können doch nicht gehalten werden wie Hühner.“ Armgard Beinhorn, Elternvertreterin an der IGS Kronsberg, wählt einen drastischen Vergleich. Zusammen mit anderen Eltern und Schülern hat sie vor dem Rathaus mit einem Aktionstag jetzt auf die drohende Raumnot aufmerksam gemacht. Die Stadt will die beiden Standorte an der Kattenbrookstrift und am Friedrich-Wulfert-Platz zusammenlegen. An der Stelle des heutigen IGS-Hauptgebäudes soll dann ein Neubau errichtet werden. Zudem soll dort auch eine Grundschule entstehen. In drei bis vier Jahren könnte dies mit insgesamt 1700 Schülern eines der größten Schulzentren der Stadt werden.

Im Sommer hatten die Schüler mit einem Protestmarsch am Kronsberg schon auf das zu erwartende Verkehrschaos aufmerksam gemacht, wenn Hunderte Kinder zur Bus- und Bahnhaltestelle strömen. Nicht nur auf den Straßen, auch im Gebäude selbst könnte es eng werden. Die neue Schule sei überhaupt nicht auf den Bedarf einer verpflichtenden Ganztagsschule ausgerichtet, moniert Elternvertreterin Beinhorn im Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister Thomas Hermann auf der Rathaustreppe. Die Kinder seien schließlich von 8 bis 16 Uhr in der Schule, da müsste es auch Räume geben, in die sie sich mal zurückziehen könnten. „Zwei Quadratmeter pro Kind reichen hinten und vorne nicht“, findet Schulelternratsvorsitzender Gunnar Jürgensen. Die Pläne der Stadt sähen weder Pflegearbeitsräume für Schüler mit Handicap noch Platz für Sprachlernklassen vor, heißt es in dem Protestbrief.

Schülersprecher Matthias Adomeit (17) kritisiert, dass keine neue Turnhalle gebaut werde. Die Schüler müssten weiterhin zur Sporthalle am Friedrich-Wulfert-Platz pendeln. „Dafür gehen die Pause und der halbe Unterricht flöten.“ Schülersprecherin Celina Adam meint, es sei seltsam, dass die Standorte einerseits zusammengelegt werden sollen, die Schüler andererseits aber doch wieder wandern müssten, wenn sie Sport hätten. „Das versteht doch niemand.“

Zudem seien zu wenig Klassenräume für die Oberstufe vorgesehen. Bei einer geplanten Fünfzügigkeit seien mindestens 15 statt der geplanten zehn Räume nötig. Bei einer Umfrage hatten 30 Prozent der Schüler angegeben, dass sie zu Hause keinen eigenen Arbeitsplatz, geschweige denn einen Computer hätten, sagt Schülerin Celina, deswegen hätten sich die Zwölft- und Dreizehntklässler ein Selbstlernzentrum im Schulgebäude gewünscht. Auch das ist bislang im Konzept der Stadt nicht vorgesehen.

Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne) unterstützt die Forderungen der Eltern- und Schülervertreter: „Lernen braucht Raum“, sagt sie. Michael Klie (SPD) sagte, das Beteiligungsverfahren laufe noch, grundsätzlich müssten Schulen aber so gebaut werden, dass sie zukunftsfähig seien. Bürgermeister Hermann (SPD) sagte, er werde den Protestbrief an die Schulpolitiker weitergeben. Versprechen könne er aber nichts.

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