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Aus den Stadtteilen „Die Mauer muss bleiben“
Hannover Aus den Stadtteilen „Die Mauer muss bleiben“
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00:19 04.07.2015
Von Bärbel Hilbig
Viele Abschnitte der Wand explodieren in bunten Farben - einige zeigen Werke, die sich mit dem Kunst-Charakter von Graffiti auseinandersetzen. Quelle: Roland Schneider, Enercity
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Hannover

Es ist mit Sicherheit die bekannteste Sprayer-Wand der Stadt - und ein echtes Stück Geschichte. Farbschicht über Farbschicht hat sich im Laufe der Jahrzehnte auf der Mauer angesammelt, denn die Stadtwerke haben die bunten Bilder in der Gasse zum Unabhängigen Jugendzentrum Glocksee immer still geduldet. Doch nun steht das Ende der Graffiti-Kunst am Enercity-Betriebsgebäude kurz bevor: Am Montag, 6. Juli, rücken die Bagger zum Abriss an. Die ehemaligen Werkstätten der Fernmeldetechniker stehen seit Jahren leer, inzwischen ist die Standsicherheit gefährdet.

Vor Beginn der Bauarbeiten hat Enercity die bunten Bilder in einer Fotodokumentation festhalten lassen - „im Bewusstsein um die Bedeutung der aufgebrachten Werke für die Graffiti-Szene in Hannover“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Graffiti-Fans können die Bilder unter kommunikation@enercity.de kostenfrei anfordern. Innerhalb der ersten Woche haben sich bereits rund 40 Menschen gemeldet und Fotos schicken lassen. Auch ein Street- art-Künstler aus Hannover, der inzwischen in Berlin lebt. „Es sind einfach interessante Werke“, sagt Bianca Bartels, Enercity-Sprecherin.

Ein kleiner Trost: Die zweite Wand der Freiluft-Galerie-Gasse direkt am Jugendzentrum bleibt stehen. Und an der Wand des Werkstattgebäudes sind bis zum Schluss weiter Sprayer unterwegs - und hinterlassen hintersinnige Statements zum Abriss wie „Die Mauer muss bleiben.“

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