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Die Wasserstadt soll kleiner werden

Limmer Die Wasserstadt soll kleiner werden

Der Bezirksrat beharrt auf 1200 Wohnungen in der Wasserstadt Limmer für maximal 2500 Menschen. Der Stadt Hannover ist das zu wenig: Sie will auf dem ehemaligen Conti-Gelände aber bis 1800 Wohnungen in dem Neubaugebiet zulassen.

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Noch unbebaut: Die Wasserstadt in Limmer.

Quelle: Archiv

Limmer. Der Beschluss steht: In dem Neubaugebiet Wasserstadt in Limmer sollen nicht mehr als 1200 Wohnungen für maximal 2500 Bewohner gebaut werden. Diese Forderung haben die Politiker des Bezirksrats Linden-Limmer in ihrer jüngsten Sitzung noch einmal bekräftigt - und zugleich die erste Stufe des Bebauungsplanverfahrens auf den Weg gebracht. Die Stadt und die rot-grüne Ratsmehrheit wollen jedoch bis zu 1800 Wohnungen auf dem früheren Conti-Gelände zulassen. SPD-Fraktionschef Eike Geffers fasste final zusammen, was er davon hält: „Wer das Ergebnis der Bürgerbeteiligung einfach beiseiteschiebt und auf eine wirtschaftliche Nutzung des Geländes schielt, der ignoriert den Willen der Menschen vor Ort.“

In mehreren Bürgerforen hatten sich die Teilnehmer für eine Obergrenze von 1000 Wohnungen ausgesprochen. Danach einigten sich Sanierungskommission und Bezirksrat, einen Kompromiss zwischen Bürgervotum und Verwaltungswillen zu suchen, und setzten die Marke von 1200. Wie sich in der jüngsten Bezirksratssitzung zeigte, sind aber nicht alle Mandatsträger damit einverstanden. „Es fehlen stadtweit Wohnungen - da können es auch 1600 bis 1800 Wohnungen auf dem Wasserstadt-Gelände sein“, sagte der Grünen-Politiker Olaf Zielke. Stefan Müller von der SPD plädierte dafür, die Voraussetzungen zu schaffen, dass bis zu 2700 Bewohner künftig auf dem Wasserstadt-Gelände leben können. Das endgültige Votum war denn auch nicht einhellig: Mit zwölf Jastimmen und sechs Enthaltungen votierte der Bezirksrat dafür, den mit seinen Forderungen veränderten Bebauungsplan öffentlich auszulegen. Nun können Bürger und andere Institutionen vier Wochen lang Stellung nehmen.

Eine Entscheidung über die Größe des Wohngebietes ist mit dem Bezirksratsbeschluss noch nicht gefallen. In einem zweistufigen, mehrmonatigen Verfahren werden Bedenken und Anregungen zum Bebauungsplan gesammelt. Dann wird die Drucksache aktualisiert, und die politischen Gremien werden darüber befinden. Das letzte Wort hat der Rat.

Verkehrsanbindung: Jörg Schimke, Einzelvertreter im Bezirksrat, kritisierte erneut, dass bei dem Abriss und Neubau der Eisenbahnbrücke über die Wunstorfer Straße nicht bedacht worden sei, dass eine Stadtbahn hindurchpassen müsse. Damit sei ein möglicher Stadtbahnanschluss für die Wasserstadt in weite Ferne gerückt. Eine Verwaltungsvertreterin hielt dagegen: Es könne noch nachgebessert werden - „das ist teurer, aber machbar“. Allerdings müsste dann die Region Hannover für die Kosten aufkommen.

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Limmer
Foto: Auf dem alten Conti-Gelände in Limmer sollen etwa 1500 Wohneinheiten entstehen.

Der Grüne Stadtverband hat sich auf eine Siedlungsdichte für die Wasserstadt Limmer festgelegt. Zwischen 1400 und 1545 Wohneinheiten sollen nach Ansicht der Grünen auf der ehemaligen Conti-Brache entstehen. Dies entspricht einer Einwohnerzahl von 2500 bis 3000 Menschen.

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