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Bezirksrat will eigenen Ideenwettbewerb

Döhren Bezirksrat will eigenen Ideenwettbewerb

Der internationale Planungswettbewerb zum Südschnellweg (B 3) ist dem Bezirksrat Döhren-Wülfel nicht genug: Die Lokalpolitiker suchen fantasievolle Anregungen für die Neugestaltung der maroden Schnellwegbrücken.

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Damit die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße bis zum geplanten Baubeginn 2023 noch genutzt werden kann, muss sie provisorisch stabilisiert werden.

Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Döhren. . Der internationale Planungswettbewerb zum Südschnellweg (B 3) ist dem Bezirksrat Döhren-Wülfel nicht genug. Die Lokalpolitiker wünschen sich nicht nur kreative Ideen von Fachleuten aus aller Welt, sondern auch aus Hannover selbst. Daher hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einen eigenen Kreativwettbewerb auf lokaler Ebene beschlossen. Unter dem Titel „Neuer Südschnellweg - Hildesheimer Straße als Tor zu Döhren“ sollen fantasievolle Ideen von Studenten, Schülern und Bürgern gesammelt werden.

Für den Ersatz der vier maroden Brücken am Südschnellweg wird das Land Niedersachsen noch in diesem Sommer einen internationalen Ideenwettbewerb für Fachbüros ausrufen. Die Ergebnisse sollen dann als Grundlage für die weitere Planung dienen, die vollkommen offen ist. „Wir geben nur Verkehrszahlen vor“, sagte Sonderplaner Sebastian Tacke von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Bezirksrat.

Die Wettbewerbsergebnisse werden dann ab Anfang 2016 im Planungsdialog besprochen, in dem rund 25 Bürger und Gewerbetreibende sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden und Bezirksrat mitreden dürfen. „Wir werden die Teilnehmer nach der Sommerpause auswählen“, sagt Tacke. Damit die Laienplaner auch qualifiziert mitarbeiten können, werden sie von Fachleuten unterstützt.

Der Bezirksrat will die Bürger schon vorher in die Planungen einbinden, um die Akzeptanz für den Umbau zu erhöhen. Dazu soll es einen zusätzlichen Ideenwettbewerb mit der Hochschule Hannover und der Multi-Media Berufsbildenden Schulen geben, die beide auf dem Expo-Gelände ansässig sind. „Die Arbeiten sollen nicht den angekündigten Ideenwettbewerb ersetzen, sondern einen fantasievollen Blick auf eine mögliche Neugestaltung ermöglichen“, sagt Bezirksratsfrau Eva-Maria Hartmann (Grüne). Ihr Fraktionskollege Hans Linde ergänzt: „Das ist eine Gelegenheit, um die Experten mit ausgefallenen Ideen zu überraschen.“ Die Arbeiten sollen dann ab Herbst kommenden Jahres in Freizeitheim und Stadtbibliothek Döhren zu sehen sein.

Sonderplaner Jens Hanel von der Landesbehörde begrüßt diesen Wettbewerb grundsätzlich. „Ich habe aber Bedenken, dass die Beiträge der Bürger und Studenten angesichts der professionellen Beiträge etwas verpuffen“, sagt er im Bezirksrat und regt an, das Projekt später abzuhalten. „Wir würden das unterstützen und begleiten“, sagt Hanel. Zumindest ist das seine Position vor der Abstimmung, in der die Mandatsträger die Bedenken des Chefplaners beiseiteschieben und den Wettbewerb mit der Ergebnispräsentation im Herbst 2016 ohne die Stimmen der CDU mehrheitlich beschließen. Danach kommt der Behördenvertreter nicht mehr zu Wort.

Ob der Wettbewerb wie gewünscht stattfindet, entscheidet nun die Stadtverwaltung. Diese soll das Projekt nämlich zusammen mit dem Bezirksrat durchführen. Die Preise für die besten Beiträge würden aus den eigenen Mitteln des Bezirksrats stammen.

Stabilisierung dauert bis Mai 2016: Damit die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße bis zum geplanten Baubeginn 2023 noch genutzt werden kann, muss sie provisorisch stabilisiert werden. Dazu wird die Brücke ab August durch zusätzliche Spannglieder verstärkt, die die Ausweitung der bestehenden Risse verhindern sollen. „Die Verstärkungsmaßnahme dauert etwa neun Monate“, sagt Planer Tacke. Der Verkehr auf dem Südschnellweg werde dadurch nicht beeinträchtigt, unter der Brücke kann es aber zeitweise zum Wegfall von Parkplätzen oder eines Fahrstreifens kommen. Der Verkehr auf der Brücke bleibt trotzt Stabilisierung weiterhin zweispurig.

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