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Drei gute Nachrichten für Faust

Linden-Nord Drei gute Nachrichten für Faust

Aufbruchstimmung auf dem Faust-Gelände: Gleich drei Projekte sind angelaufen, die das Kulturzentrum weiter nach vorne bringen sollen. Kulturdezernentin Marlis Drevermann und Annette Schwandner aus dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium durften das Gelände vorab besichtigen.

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Marlis Drevermann, Annette Schwandner und Katja Lampmann (v. l.) freuen sich über die neue Gastronomie und die Fortschritte beim Kesselhaus.

Quelle: Nancy Heusel

Linden-Nord. Die Sanierung des historischen Kesselhauses, bekannt durch seinen markanten, gut 50 Meter hohen Schornstein rückt in greifbare Nähe. In der Kunsthalle, wo bisher nur Ausstellungen zu sehen sind, werden bald auch Profitänzer proben und auftreten. Und auch die Gastronomie bekommt einen Schub: Ein neues Café mit einer Servicestelle für Veranstaltungen geht am 4. September im Hauptgebäude an den Start.

„Drei richtig gute Nachrichten auf einmal“, freut sich Faust-Geschäftsführer Hans-Michael Krüger. Sichtlich stolz sind er und seine Kollegen darüber, dass die Zeiten, in denen Faust vor allem mit roten Zahlen in die Schlagzeilen geraten ist, vorbei sind. Um zu zeigen, was sich alles getan hat und noch tun wird, hatte das Faust-Team jetzt Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann und Annette Schwandner aus dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium auf das Gelände in Linden-Nord eingeladen.

Neues Café: Drevermann und Schwandner ließen sich bei ihrem Besuch schon einmal frisch gebrühten Kaffee schmecken - ausnahmsweise vor der offiziellen Eröffnung. Noch sind einige Malerarbeiten und andere Renovierungen in dem Raum nötig, in dem bisher das Café Siesta zu finden war. Doch das Ambiente ist schon gut erkennbar. Dunkle Bistromöbel mischen sich mit selbstgebautem, aus Europaletten gefertigten Inventar. Der Name des neuen Treffpunkts ist etwas erklärungsbedürftig: Der Nachbarin Café wird es heißen. „Das ist an eine Szene aus Goethes Faust angelehnt, in der Gretchen ihre Nachbarin Marthe trifft“, sagt Simon Magers vom Betreiberteam. Neben der Club-Kneipe Mephisto und dem Biergarten Gretchen gibt es nun eine weitere Lokalität auf dem Gelände, die den Klassiker zitiert. Rund 10.000 Euro hat der Faust-Trägerverein in den Umbau der Räume investiert, die neben der Warenannahme, dem zentralen Veranstaltungssaal, zu finden sind. Auch eine kleine Außenterrasse ist entstanden. „Wir brauchten dringend ein neues Entrée“, sagt Krüger. Das Café soll auch als Info-Zentrale und Vorverkaufszentrale für Veranstaltungen auf dem Gelände dienen. Betreiber ist das Unternehmen S-Projekt, das bereits in den anderen Gastronomieeinrichtungen auf dem Areal am Ruder ist. Täglich ab 10 Uhr wird geöffnet sein. Serviert werden Frühstück sowie kalte und warme Kleinigkeiten.

Kesselhaus: Trägerverein und Faust-Stiftung haben ihre ambitionierten Pläne, das Kesselhaus der ehemaligen Bettfedernfabrik zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 wieder begehbar zu machen, vorantreiben können. Mit einer Förderung von 125.000 Euro hatte der Bund den wesentlichen finanziellen Anstoß für das 250.000 Euro teure Projekt gegeben. Inzwischen hat die eigens gegründeten Initiative Kesselhaus rund 40.000 Euro sammeln können - ein Teil davon sind Spenden von Lindenern. „Wir stehen mit Stiftungen und potenziellen Geldgebern in Verhandlungen für weitere 70.000 Euro“, sagte Peter Hoffmann-Schoenborn vom Vorstand der Faust-Stiftung. Er geht davon aus, dass bis Ende des Jahres die Finanzierung gesichert ist. Mittelfristig gibt es Überlegungen, im Kesselhaus ein Museum oder andere Kulturprojekte zu verwirklichen.

Tanzhalle: Für 210.000 Euro wird derzeit in der Faust-Kunsthalle eine Probenbühne für Profitänzer gebaut. Bereits Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Geplant ist, im Wechsel Kunstausstellungen und Tanzproduktionen zu zeigen.

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