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Aus den Stadtteilen Ein Geschenk zum Abheben
Hannover Aus den Stadtteilen Ein Geschenk zum Abheben
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00:20 04.07.2015
Völlig losgelöst: Norman Janke (l.) testet das Trampolin gemeinsam mit Betreuer Sebastian Öhl. Quelle: Benjamin Behrens
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Hannover

Norman Janke kann es nicht abwarten. Verständlich, wenn man ein Geschenk, auf das man sich über ein halbes Jahr gefreut hat, endlich vor sich hat - dann will man es ja auch gleich ausprobieren. Also führt Betreuer Sebastian Öhl den Sehbehinderten auf das neue Bodentrampolin, für ein paar gemeinsame Sprünge. „Das hat Spaß gemacht“, freut sich Janke anschließend. Am vergangenen Donnerstag wurde das Sportgerät vor dem Wohnheim „Haus im Sonnengarten“ an der Bleekstraße 22 b offiziell in Dienst genommen. Die Einrichtung für mehrfachbehinderte blinde und sehbehinderte Menschen verdankt das Trampolin dem Lions-Club.

„Wir freuen uns, das gute Stück im Garten zu haben“, sagt Heimleiter Kai Sven Pietsch. Viele der Bewohner kennen Bodentrampoline aus dem benachbarten Landesbildungszentrum für Blinde und hätten sie schwer vermisst. Der Lions-Club hat ihnen den Wunsch nach einem eigenen Gerät gern erfüllt. „Der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen liegt uns seit Jahren am Herzen“, sagt Präsident Andreas Lange.

Die 35 Plätze des Wohnheims sind komplett ausgebucht. Rund 45 Mitarbeiter betreuen die Behinderten im wechselnden Schichtdienst, individuelle Förderung und Pflege ist das Ziel. „Eine Aufgabe, so vielfältig wie die Bewohner selbst“, sagt Pietsch. Sprachförderung ist ebenso ein Therapieansatz wie der Gewinn von Selbstständigkeit, beispielsweise um sich selbst etwas zu trinken eingießen oder ein Brot machen zu können. Und die Bewohner sollen vor allem Beweglichkeit gewinnen, jetzt auch dank des Trampolins. Dabei geht es nicht nur um Spaß, sondern auch um die Therapiemöglichkeiten, die das zwei mal zwei Meter große Gerät bietet, betont Kai Sven Pietsch. „Man nimmt sich und seinen Körper ganz anders wahr“, berichtet der 44-Jährige.

Vor einem halben Jahr begann die Planung, 7000 Euro wurden in das Trampolin-Projekt investiert. Rund 4500 Euro kamen von den Lions, etwa 2500 Euro zahlte der Heimbetreiber Prosenis für Aushub und Vorbereitung der Grube. So ist die Sprungmatte nahezu ebenerdig installiert und daher gut für die Sehbehinderten erreichbar. Im Mai wurden die Aufstellarbeiten abgeschlossen. „Es ist wirklich super, dass wir das Gerät jetzt direkt vor dem Haus haben“, findet Sebastian Öhl. Und das Trampolin wird viel genutzt, da ist sich der Betreuer sicher.

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