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Aus den Stadtteilen Einzelhandel leidet unter Straßenbau
Hannover Aus den Stadtteilen Einzelhandel leidet unter Straßenbau
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00:19 01.08.2015
Umleitung für Fußgänger: Eigentlich sollte die Kreuzung an der Schulenburger Landstraße und Mecklenheidestraße längst fertig sein. Zu der Verzögerung kam es, weil sich kein Bauunternehmen fand, das die städtische Ausschreibung übernehmen wollte. Quelle: Moers
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Vinnhorst

Kunden mögen das schätzen, die Geschäftsleute im Zentrum ärgern sich darüber. Eine Ursache für das ausbleibenden der erwarteten Kundenströme ist nach Ansicht des Supermarkt-Leiters der andauernde Kreuzungsumbau. Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke kritisiert die Planung für die „Neue Mitte“.

„Autofahrer, die durch die große Baustelle fahren, können nicht sehen, dass hier bereits geöffnet ist“, vermutet Marktleiter Klaus-Dieter Scholz. Für die 25 Mitarbeiter, die er zur Eröffnung eingestellt hat, gibt es derzeit kaum Bedarf. Dabei hätte die viel befahrene Kreuzung nach Ansicht von Bezirksratspolitikern längst fertig sein müssen. „Wir haben immer darauf bestanden, erst die Kreuzung, dann der Markt. Leider ist es nun umgekehrt gekommen“, bemängelt Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke.

„Wir kommen gerne her, weil es hier schön leer ist“, freut sich eine der wenigen Kundinnen, die am Donnerstagnachmittag Einkäufe in ihren Kofferraum lädt. Auf dem geräumigen Parkplatz hat sie freie Platzwahl. „Im Augenblick ist es schwierig, mit dem Auto herzukommen“, findet Friedhelm Oelze. Der Senior und seine Frau haben sich heute zum ersten Mal zu Fuß aus Vinnhorst auf den Weg gemacht. „Wir wollen mal sehen, wie es geworden ist“, erzählen sie. Die Bauarbeiten würden älteren Leuten den Weg deutlich erschweren, glauben beide. Vielleicht sind der Supermarkt und die Drogerie deshalb so schlecht besucht. Schließlich sollte das neue Einkaufszentrum besonders den Senioren und Anwohnern aus Ledeburg und Vinnhorst den Einkauf erleichtern.

„Wer mit dem Auto einkauft, fährt aktuell lieber gleich andere Märkte an“, vermutet auch CDU-Bezirksratsfrau Angelika Jagemann. Sie hatte sich gemeinsam mit der Schulleiterin der Grundschule Vinnhorst und Vertretern der Bezirksräte Nord und Herrenhausen-Stöcken bereits zu Jahresbeginn für einen schleunigen Umbau der Kreuzung stark- gemacht. Besonders ein vermeintlich unsicherer Fußgängerüberweg war mehrfach Anlass für Kritik an der Verwaltung. 2007 starb dort ein Schüler der Grundschule Vinnhorst bei einem Unfall mit einem Lastwagen.

Dass der Kreuzungsausbau nun nach der Eröffnung des Einkaufszentrums stattfindet, liegt daran, dass sich lange kein Bauunternehmen fand, das den ausgeschriebenen Auftrag ausführen wollte. „Nachdem es der Verwaltung in 2013 und 2014 nicht gelungen ist, eine Firma zu finden, wurde der Ausbau jetzt in kleinen Abschnitten betrieben“, erklärt Stadtsprecherin Petra Fischer eine entsprechende Nachfrage aus dem Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken. Nach Einschätzung der Stadt könnte es an der üppigen Auftragslage für Baufirmen gelegen haben, dass sich niemand gemeldet hat. Bis September sollen die Kreuzung und der ebenfalls im Bau befindliche Stadtplatz fertig werden.

Fest steht außerdem, dass in naher Zukunft eine Eisdiele das Angebot im Zentrum ergänzen wird. In weitere Räume ziehen ein Jugendzentrum, Büros und Praxen.

Im August kommt es an der Kreuzung noch einmal zu erheblichen Einschränkungen des Verkehrs. Mit dem Beginn der VW-Werksferien am 3. August wird die Linksabbiegerspur aus Richtung Ledeburg kommend gesperrt. In der Zeit werden die Bushaltestelle an dem Hochbahnsteig umgebaut und der Fußgängerweg auf der Seite verbreitert. Am 4. September soll die offizielle Eröffnung des Komplexes mit einem Fest begangen werden. Dann ist es vermutlich vorbei mit dem gemütlichen Einkaufen.

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