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Fahrradstraße in Ricklingen sorgt weiter für Kritik

Ricklingen Fahrradstraße in Ricklingen sorgt weiter für Kritik

Noch immer herrscht Unzufriedenheit über die Ausgestaltung der Stammestraße als Fahrradstraße.

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Die Symbole auf dem Asphalt markieren die Vorrangstellung von Radfahrern in der Stammestraße.

Quelle: Haz

Ricklingen. Mehr Autos auf der im Frühjahr 2014 zur Fahrradstraße deklarierten Stammestraße? Dieser Umstand könnte die Kritiker der Fahrradstraße bestärken - es würde allerdings der Realität nicht gerecht. Es werde weniger der Teil der Stammestraße als Schleichweg genutzt, der Fahrradstraße sei, betont Puiu. Mit der Situation an der Straße sind viele Anwohner dennoch nicht zufrieden.

Im April 2014 deklarierte die Stadt auf Antrag der rot-grünen Mehrheit im Bezirksrat Ricklingen den Abschnitt zwischen Beekestraße und Pfarrstraße zur Fahrradstraße; der nördliche Teil der Stammestraße blieb davon unberührt. Dort, wo die Umwidmung stattfand, haben Radfahrer auf der Straße seither Vorrang vor Autofahrern. Etliche Anwohner ärgert die Tatsache, dass zuvor Teile des Radweges in der Stammestraße entfernt und dafür Gehwege verbreitert wurden. Rund 70 000 Euro kostete das. Die Stadt begründete das mit Schäden durch Baumwurzeln. Der Steuerzahlerbund bezeichnete diesen Rückbau - viele Ricklinger bewerteten den einstigen Radweg als weitgehend intakt - in seinem aktuellen Schwarzbuch als Verschwendung. Auch Anwohner Volker Dietze ist darüber nicht amüsiert. „Mit dem Radweg war die Situation problemlos“, sagt er. Jetzt aber sehe er eine höhere Gefahrenlage für Autofahrer und Radfahrer. Dietze nutzt mal sein Rad, noch häufiger sein Auto, wenn er auf der Stammestraße unterwegs ist. Er beobachte oft Radfahrer, die mal auf der Straße, mal auf einem noch vorhandenen Überrest des Radwegs unterwegs seien. Die Stadt baute seinerzeit nur einen Teil des Weges ab. Diese plötzlichen Wechsel seien nicht gut, sagt Dietze. Einen Unfall habe er noch nicht beobachtet. „Aber man muss ja darauf nicht warten.“

Bei der Polizei gelten Fahrradstraßen in Hannover nicht als Unfallschwerpunkte. Auch die Stammestraße sei keiner, betont Puiu. Zwar habe es 2014 und 2015 insgesamt zehn Unfälle gegeben, an denen Radfahrer beteiligt waren. Aber nur mit geringen Schäden - und stets kam es zu Konflikten mit ein- oder ausparkenden Fahrzeugen. Die Tatsache an sich, dass Rad- und Autofahrer gemeinsam auf der Straße unterwegs sein, ist aus Sicht der Polizei kein Problem. Aber viele Radfahrer würden noch immer den teilweise vorhandenen Radweg nutzen, bestätigt Polizeisprecher Puiu die Beobachtungen von Dietze und anderen Kritikern der Fahrradstraße. Dietzes Vorschlag: Die Fahrradstraße solle wieder aufgelöst und dafür ein Radweg eingerichtet werden; die fehlenden Abschnitte könnten durch Farbmarkierungen ergänzt werden. mas

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