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Aus den Stadtteilen Faust-Gelände wird zum Tanzort
Hannover Aus den Stadtteilen Faust-Gelände wird zum Tanzort
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21:09 29.07.2015
Von Juliane Kaune
Gemeinsame Sache: Harro Schmidt und Felix Landerer. Quelle: Heusel
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Hannover

Ein ambitioniertes Projekt des Kulturzentrums Faust hat die letzte Hürde genommen: Die Finanzierung der 210 000 Euro teuren Tanzhalle ist gesichert – die Umbauarbeiten haben begonnen. Dabei geht es nicht um die tanzenden Besucher der Musik- und Kulturveranstaltungen auf dem Gelände in Linden-Nord. Faust soll zu einer festen Adresse für die professionelle Tanzszene in Hannover und darüber hinaus werden – mit finanzieller Unterstützung des niedersächsischen Kulturministeriums und der Stadt.

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Die Kunsthalle auf dem Faust-Gelände wird umgebaut und das Kesselhaus saniert. 

„Das wird ein ganz wichtiger Ort für den Tanz“, sagte Annette Schwandner, Abteilungsleiterin im Ministerium am Mittwoch bei der Präsentation. Geplant ist, in der bisher nur für Ausstellungen reservierten Faust-Kunsthalle eine professionelle Probenbühne einzurichten, die auch als Auftrittsort und für Tanzworkshops dienen soll. Vorgesehen sind zudem Kooperationen mit der bildenden Kunst und Projekte mit Jugendlichen. Felix Landerer, der früher für das Ensemble der Staatsoper tätig war, und seine Compagnie werden die Tanzhalle regelmäßig für Produktionen nutzen. Auch Jörg Mannes, Ballettdirektor der Oper, unterstützt das Projekt. Laut Schwandner waren die Pläne auch ein Kriterium dafür, dass Hannover den Zuschlag für den Tanzkongress der Kulturstiftung des Bundes bekommen hat. Dieses europaweit einmalige Forum für alle Spielarten des Bühnentanzes, das vom 16. bis 19. Juni 2016 terminiert ist, findet alle drei Jahre statt. Zuvor war der Kongress in Berlin, Hamburg und Düsseldorf.

Mit 105 000 Euro kommt der größte Anteil der Umbaukosten für die Tanzhalle aus EU-Fördertöpfen, weitere 25 000 Euro gewährt das Land. Die Stadt habe ihren Anteil erhöht, erklärte Kulturdezernentin Marlis Drevermann. Statt 10 000 Euro gewährt sie nun 40 000 Euro. „Das hat das Projekt verdient“, sagte Drevermann. Die restliche Summe teilen sich der Förderfonds des Brauereikonzerns Inbev und die Faust-Stiftung. Schon Ende September soll der Umbau der 360 Quadratmeter großen Kunsthalle fertig sein. Duschen und Umkleiden für die Tänzer werden eingebaut, dazu kommen Toiletten, die auch Besucher nutzen können. Allein 100 000 Euro kostet ein Fahrstuhl, mit dem die Halle für ein größeres Publikum zugänglich wird. Auch Kunst werde weiter zu sehen sein, betont Kurator Harro Schmidt. Etwa die Hälfte des Jahres werden Ausstellungen gezeigt. Ein ausrollbarer Boden macht die Halle in den anderen Monaten zum Tanzort – und somit liegt die Auslastung der Räume bei nahezu 100 Prozent.

Kesselhaus: Ein weiteres Projekt vom Kulturzentrum Faust ist auf gutem Weg. Der Bund hat 125 000 Euro für die 250 000 Euro teure Sanierung des Kesselhauses gewährt. Die Faust-Stiftung erwartet, die verbleibende Summe bis Ende des Jahres über Spender und Sponsoren decken zu können.

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