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Flüchtlingshäuser werden früher fertig

Vahrenheide Flüchtlingshäuser werden früher fertig

In Vahrenheide wächst die Flüchtlingsunterkunft „Reiterstadion“ an der Straße Sahlkamp heran. Dort können bereits nächste Woche Flüchtlinge einziehen. Auch beim ehemaligen Möbel-Boss-Markt am Alten Flughafen rechnet die Stadt mit einem kurzfristigen Einzug von Flüchtlingen.

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Schwebendes Wohnzimmer: Mit Baukränen werden Am Sahlkamp an der Ecke zur Wartburgstraße 99 Container als Flüchtlingsunterkünfte aufgestellt.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. „Entgegen den letzten Fertigstellungsprognosen wird der Modulheimstandort am Reiterstadion schon jetzt bestückt“, sagte Stadtbezirkskoordinatorin Martina Raab in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide. Erst sei November als Bautermin vorgesehen gewesen, dann habe es Anzeichen für eine Verzögerung gegeben - und jetzt seien die Stahlcontainer überraschend doch schon geliefert worden. Mit einer Inbetriebnahme sei in der kommenden Woche zu rechnen, sagte Raab. Tatsächlich sind in der Vorwoche bereits erste Container angekommen und auf Fundamente gesetzt worden, in dieser Woche kamen weitere Module hinzu. 50 Flüchtlinge will die Stadt in der Anlage unterbringen.

Beim ehemaligen Möbelmarkt am Alten Flughafen 12 ist die prognostizierte Personenzahl größer: Etwa 200 Menschen sollen in dem Gebäude wohnen. Der Bau mit seinen 3500 Quadratmetern Grundfläche sei in einem sehr guten Zustand und verfüge über einen nutzbaren Teppichboden und eine betriebsbereite Heizung, sagte Raab. Er sei daher kurzfristig zu beziehen, voraussichtlich ab Mitte Oktober. Das Gebäude gilt als Notunterkunft, und wie immer in solchen Großeinrichtungen werden ausschließlich alleinreisende Männer untergebracht - ähnlich wie in Turnhallen, von denen laut aktuellem Belegungsplan der Stadt keine im Stadtbezirk für Flüchtlinge genutzt werden sollen. Das ehemalige Möbelhaus werde - ähnlich wie die inzwischen planmäßig geräumte Messehalle 21 und aktuell der Baumarkt in Badenstedt - wie ein kleines Dorf eingerichtet: Im Inneren gruppieren sich jeweils vier Zelte zu einer Art Dorfkern, „um wenigstens ein Minimum an Intimität zu schaffen“, wie Raab es formulierte. Weil allerdings die Sanitäranlagen im Haus nicht ausreichen, müssen Sanitärcontainer installiert werden.

Weitere Standorte: Für die Laher Feldstraße ist die Prognose, den Containerstandort im Februar 2016 fertigzustellen, dort sind Tiefbauarbeiten nötig. Zudem sagte Bezirksmanagerin Raab, dass auch geprüft werde, ob in der Scharnhorstkaserne Unterbringungen möglich seien. Zuletzt hatte Baudezernent Uwe Bodemann mitgeteilt, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) keine Kasernenstandorte in Hannover anbiete - und angedeutet, dass die Gespräche schwierig seien.

Netzwerk in Gründung: Für Montag, 12. Oktober, laden Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg und der Vorsitzende des Integrationsbeirats Bothfeld-Vahrenheide, Lutz-Rainer Hölscher, zur Gründung eines Willkommensnetzwerks in Vahrenheide ein. Dort sollen die Arbeit von Unterstützerkreisen abgestimmt und Aktivitäten für und mit Flüchtlingen geplant werden. Start ist um 18 Uhr im Kulturtreff Vahrenheide, Wartburgstraße 10. Vom stadtweiten Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte kommt Sprecherin Renée Bergmann und berichtet von Erfahrungen aus anderen Stadtteilen.

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