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Aus den Stadtteilen Fotoausstellung zeigt Alltag in Aleppo
Hannover Aus den Stadtteilen Fotoausstellung zeigt Alltag in Aleppo
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20:02 09.03.2018
Syrien-Ausstellung im Pavillon: Foto von Hosam Katan: Kinder in Aleppo baden im Bombenkrater Quelle: HOSAM KATAN
Oststadt

Aleppo ist weit weg – aus hannoverscher Sicht. Doch seit dieser Woche führt eine Fotoausstellung des syrischen Journalisten Hosam Katan Besucher im Kulturzentrum Pavillon an die Katastrophe heran, die sich in syrischen Stadt abgespielt hat. Katan, der mittlerweile in Hannover studiert, arbeitete als Fotojournalist für die Nachrichtenagentur Reuters in Aleppo, als das syrische Regime die Stadt von 2012 bis 2016 belagerte. Seine bewegendsten Bilder hat er in Zusammenarbeit mit der hannoverschen Hochschulgruppe von Amnesty International zu einer Ausstellung gebündelt. 

„Ich wollte nicht nur Nachrichten transportieren“, sagt Katan. Sondern auch das soziale Leben der Menschen zeigen – und darstellen, wie manche es schafften, die Hölle von Aleppo zu überleben. Dazu gehört auch eine der bekanntesten Bilderserien des Fotografen. Sie zeigt, wie Kinder einen mit Dreckwasser gefüllten Bombenkrater zwischen Häuserruinen als Plantschbecken benutzen. Und inmitten der Zerstörung um sie herum ausgelassen Kopfsprünge in die braune Brühe machen, deren Ränder scharfkantige Überreste von Bombardements säumen. 

In Aleppo hat das Töten geendet - zunächst. Doch angesichts der neuen Kampfzonen in dem von Bürger- und Stellvertreterkriegen geschundenen Land hat seine Botschaft nichts von ihrer Aktualität verloren: „Stoppt das Töten und das Blutbad in Syrien“. Bei der Vernissage seiner Ausstellung hielt er vor 400 Besuchern einen Vortrag über die derzeitige Situation in Ost-Ghouta, wo das Assad-Regime versucht, durch massive militärische Gewalt den Widerstand von Aufständischen zu brechen. „Ich war in Ost-Ghouta nie anwesend, aber ich bin mir sicher, dass die dortigen Mörder auch in Aleppo waren, vertreten durch das Regime von Assad, Russland, Hisbollah, iranischen Kämpfern und Irakern.“ 

Die Fotoreportage „EinBlick – Alltag in Syrien“ ist noch bis Sonntag, 18. März, im Pavillon, Lister Meile 4, zu sehen. Der Eintritt ist frei. 

Von Yamen Arraj

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