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Aus den Stadtteilen Freizeitheim-Bibliothek feiert Jubiläum
Hannover Aus den Stadtteilen Freizeitheim-Bibliothek feiert Jubiläum
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00:15 22.09.2015
Kinderprogramm zum Jubiläum: Bibliotheksmitarbeiterin Steffie Dietrich-Apitz zeigt „Die Tante aus Marokko“ im Bilderbuchkino.
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Ricklingen

„Eigentlich war die aktuelle Bibliothek eine Sparmaßnahme der Stadt“, erinnert sich die Leiterin der Stadtbibliothek, Katja Hillemann, an die Anfänge der Bücherei im Freizeitheim.

Infolge von Sparmaßnahmen der Stadt wurde 1993 zuerst die Oberricklinger Bücherei geschlossen. Zwei Jahre später fanden die verbleibenden Bücher in dem zentral gelegenen Freizeitheim eine neue Heimat. Zur selben Zeit zogen dort auch das Bürgeramt und ein Gastronom ein. An dem neuen Standort entwickelte sich die vereinigte Ricklinger Stadtbibliothek zu einer der - an der Fläche gemessen - ausleihstärksten Büchereien der Stadt. Das machte bereits 2008 eine Erweiterung nötig.

Die damals dazugewonnenen 38,5 Quadratmeter beherbergen heute eine besonders schön angelegte Romanecke. Baulich etwas aus dem Trubel der übrigen Fläche herausgenommen, lädt sie seitdem zum Rückzug in die Welt der Worte ein. Es ist eine lustige Anekdote aus der Geschichte des Freizeitheims, dass dieser Ruheort bereits vor dem Umbau ein „stilles Örtchen“ war - also eine Toilette.

Die letzte einschneidende Veränderung gab es in der Bibliothek vor zwei Jahren. Computerisierte Selbstbedienungsanlagen ermöglichen seitdem die bequeme Ausleihe in Eigenregie. „Am wichtigsten ist uns, dass die Menschen sich hier wohlfühlen“, erklärt Hillemann ihre Philosophie. Die Leiterin ist selber schon länger als 20 Jahre in Ricklingen beschäftigt.

Der Stadtteil zeichnet sich ihrer Meinung nach besonders durch eine hohe Anzahl an Familien aus. In der Bücherei ist man daher bemüht, das Angebot für Kinder und Jugendliche besonders zu pflegen. Zum Jubiläum gab es am Donnerstagnachmittag eine besondere Geburtstagsausgabe des beliebten Bilderbuchkinos. Hillemann und ihre Kolleginnen zeigten Szenen aus bekannten Kinderliedern in einem japanischen „Kamishibai“-Papiertheater. Dazu wurde von den Kindern und Eltern kräftig mitgesungen.

Das „Kamishibai“-Papiertheater gehört zu den Vorläufern der modernen Comics und Cartoonserien sowie deren japanischen Pendants Manga und Anime. In einem hölzernen Rahmen werden Bilder geschoben, anhand derer eine Geschichte oder ein Lied erzählt wird. Nach dem etwas anderen Kino konnten die Kinder beim „Buch-Origami“ Papierkunstwerke falten oder sich mit überdimensionierten Brettspielen beschäftigen. Für die Erwachsenen fand am Abend eine Lesung der hannöverschen Literaten Henning Chadde und Peter Märtens statt.

Auch wenn sich die Ricklinger Bibliothek heute besonders als Familienbibliothek versteht, zieht es doch die unterschiedlichsten Besucher in das Freizeitheim. Unterschiedlich gestaltete Bereiche bieten Rückzugsräume und Arbeitsbereiche. „Wir stellen fest, dass immer mehr Schüler und Studenten zum Lernen herkommen“, bemerkt Hillemann einen Trend. Auch Nachhilfestunden werden heute gerne in das Freizeitheim verlegt.

Regelmäßig trifft sich außerdem seit beinahe zehn Jahren ein offener Lyrikkreis. Auch für Mütter mit Babys gibt es eigene Angebote. „Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, die zur intellektuellen Betätigung anregt“, sagt die Leiterin Katja Hillemann. Das scheint gut zu gelingen.

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