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Aus den Stadtteilen GBH feiert Richtfest am Hainhölzer Markt
Hannover Aus den Stadtteilen GBH feiert Richtfest am Hainhölzer Markt
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02:15 10.10.2015
„Vielen Dank, dass unser Traum wahr wird“: Christian Lüer (links) freut sich ebenso wie Ann-Kathrin Schrader (Mitte) und ihre Mutter Birgit Schrader auf das Wohnprojekt. Quelle: Christian Link
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Hainholz

„Wir finden es cool, dass wir nach Hannover ziehen. Wir können es kaum erwarten“, sagt Ann-Kathrin Schrader. Die 22-Jährige gehört zu den acht jungen Leuten, die im GBH-Neubau am Hainhölzer Markt eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap beziehen werden. Jetzt durfte sie ihr zukünftiges Wohnhaus zum ersten Mal von innen betrachten. Für das 6,3 Millionen Euro teure Passivhaus wurde kürzlich das Richtfest gefeiert - auch wenn Rohbau und Dachstuhl schon vor längerer Zeit vollendet wurden.

„Das Gebäude ist schon ziemlich weit fortgeschritten, wegen der Sommerferien haben wir das Richtfest nach hinten verschoben“, sagt Architekt Harald Kiefer bei den Festlichkeiten in der zukünftigen Sparkasse. Die Bauarbeiten gehen zügig voran, die Mieter können wohl wie geplant im Sommer 2016 einziehen. „Das Haus soll hier später eine gewisse Selbstverständlichkeit und Markanz im Straßenraum schaffen“, erklärt der niedersächsische BDA-Vorsitzende zur Architektur. Noch sind die sandsteinfarbene Fassade und die markante Balkonfront, die ein echter Blickfang an der Schulenburger Landstraße werden, aber bestenfalls zu erahnen.

„Die Vermarktung läuft gut, die Nachfrage ist riesig“, sagt GBH-Chef Karsten Klaus. Überrascht sei er davon nicht. „Wir bieten die Wohnungen nämlich ab 5,40 Euro pro Quadratmeter an.“ In dieser Qualität sei das natürlich nur mit Fördermitteln möglich. Außerdem sei der Gebäuderiegel ein Teil der sozialen Stadtsanierung von Hainholz. „Ich bin dem Kämmerer dankbar, dass er mit einer niedrigeren Ausschüttung lebt, damit wir solche Projekte bauen können“, sagt Klaus.

Neben der Wohngemeinschaft für junge Behinderte, die auf möglichst eigenständiges Wohnen mit 24-Stunden-Betreuung setzt, plant die GBH hier auch ihr siebtes Wohnen-Plus-Projekt. In den 22 barrierefreien Wohnungen, von denen drei rollstuhlgerecht sein werden, sollen Menschen mit und ohne Handicap nebeneinander wohnen.

„Es ist eine ganz fantastische Zukunftsinvestition mit großem Vorbildcharakter“, lobt Oberbürgermeister Stefan Schostok. Die Hainhölzer könnten auf den Neubau in ihrer Ortsmitte stolz sein. „Hier rückt ein Stadtteil zusammen und schafft Strukturen, die ich mir für alle Stadtteile wünsche“, sagt er.

Der GBH-Neubau ist der Auftakt für die „Neue Mitte Hainholz“. Das Haus in der Voltmerstraße 57 wird die nördliche Grenze des Hainhölzer Marktes bilden, der demnächst vollkommen umgestaltet wird. Im übrigen Teil will ein Investor für rund 16 Millionen Euro ein neues Nahversorgungszentrum mit darüberliegenden Wohnungen bauen. Zwischen den gegenüberliegenden Neubauten sind ein Parkplatz sowie eine Verbindungsstraße zwischen Schulenburger Landstraße und Voltmerstraße geplant.

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